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Bradley Cooper und Lady Gaga "Die falsche Idee": Barbra Streisand kritisiert Remake von "A Star Is Born"

Bradley Cooper und Lady Gaga spielten 2018 in "A Star Is Born"
Bradley Cooper und Lady Gaga spielten 2018 in "A Star Is Born" (l.), Kris Kristofferson und Barbra Streisand waren 1976 im gleichnamigen Film zu sehen
© Warner Bros. Pictures via AP; United Archives/Impress / Picture Alliance
Barbra Streisand spielte 1976 im Film "A Star Is Born" die Hauptrolle. Rund 40 Jahre später erschien die Neuauflage mit Bradley Cooper und Lady Gaga. Die Version von 2018 kritisierte Streisand nun als einfallslos.

Es war einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 2018, doch Sängerin Barbra Streisand übt harsche Kritik an der Neuauflage von "A Star Is Born". Die 79-Jährige war 1976 im gleichnamigen Streifen an der Seite von Kris Kristofferson zu sehen. Er spielte einen erfolgreichen Rockstar, der mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen hatte, Streisand gab eine junge Musikerin, die von einer eigenen Karriere träumte. Die Handlung des Films ist mehr oder weniger identisch mit dem Remake von Bradley Cooper und Lady Gaga. In den Augen von Streisand zu identisch.

"Ich war überrascht, als ich sah, wie ähnlich der Film der Version war, die ich 1976 gemacht hatte", sagte die Amerikanerin jetzt in der australischen Talkshow "The Project". Sie hätte sich andere Darsteller und eine andere Musikrichtung gewünscht. "Als ich hörte, dass der Film neu aufgelegt werden sollte, hieß es zunächst, dass Will Smith und Beyoncé mitspielen würden. Ich dachte: Das ist interessant. Es wirklich noch einmal anders zu machen, mit einer anderen Art von Musik. Das fand ich eine tolle Idee." Der Rockstar-Variante mit Bradley Cooper und Lady Gaga könne sie nichts abgewinnen.

Barbra Streisand: "Ich denke, es war die falsche Idee"

Dabei besuchte Streisand die beiden Darsteller während der Dreharbeiten am Set in Los Angeles. "Sie hat uns ihren Segen gegeben. Alle waren so aufgeregt, dass sie da war", sagte Cooper damals dem US-Portal "Entertainment Weekly". Und Lady Gaga ergänzte: "Sie war so, so nett." Den fertigen Film fand Streisand dann aber wenig originell. "Ich denke, es war die falsche Idee", urteilte die Schauspielerin.

Sie musste aber auch eingestehen, dass der enorme Erfolg der Cooper-Produktion recht gebe. "A Star Is Born" erhielt acht Oscar-Nominierungen. Lady Gaga gewann – so wie Barbra Streisand 1977 – den Preis für den besten Song. Bradley Cooper und Lady Gaga erhielten zudem eine Nominierung als beste Hauptdarsteller. Der Film von 1976 wurde nur in Nebenkategorien mit einer Nominierung bedacht. "Es war ein großer Erfolg, also kann ich nicht mit Erfolg argumentieren. Aber ich kümmere mich mehr um die Originalität als um den Erfolg", sagte Streisand. 

Was sie nicht vergessen sollte: Auch ihr Film war nur ein Remake. Das Original von "A Star Is Born" erschien bereits 1937 mit Janet Gaynor und Fredric March in den Hauptrollen; die Handlung spielte in Hollywood. 1954 folgte eine Neuauflage mit Judy Garland. Der Film von Streisand und Kristofferson aus dem Jahr 1976 übertrug die Handlung auf die Musikbranche.

jum

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