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Biografie Boris Becker: Bobbele, der neue Loddar

Nichts als die Wahrheit jetzt auch von Boris Becker: In seiner Biografie enthüllt er Frauengeschichten und ergeht sich in Selbstmitleid. Und ist damit auf dem besten Weg, der neue Loddar zu werden.

Von Jens Maier

Bumm, Bumm. Ich bin der Größte. So hat er seine Tennisspiele gewonnen. Auch wenn die Situation noch so aussichtslos, der Gegner noch so stark schien - aufgeben galt nicht. Mit Selbstvertrauen und mentaler Stärke drosch er noch einmal auf den gelben Ball ein. Fluchend. Schwitzend. Kämpfend. Bis zum nächsten Ass. Das war das Credo von Boris Becker. Damit rang er Andre Agassi nieder. Oder den großen Ivan Lendl: 5:7, 7:6, 3:6, 6:2, 7:6 beim Masters-Turnier 1988 in New York. Was für ein Match. Und am Ende reckte er die Faust zum Sieg. Bumm, Bumm, Boris.

Jetzt, mit fast 46, hat die einstige Tennislegende ein Buch geschrieben. "Das Leben ist kein Spiel" lautet der verheißungsvolle Titel der Biografie, die am 2. Oktober erscheint. Vorab ist das Werk derzeit in Auszügen in der "Bild"-Zeitung zu lesen. "Babs hat mich geschlagen!", lautete die Schlagzeile am Mittwoch, "Sandy hat mich nur ausgenutzt" am Donnerstag und für Freitag wird Teil drei mit den Worten "Lilly schüttete mir ein Glas Wodka ins Gesicht" angekündigt. Boris Becker lässt uns an seinem Leben nach dem Tennis teilhaben. Ein trauriges Kapitel.

Nicht mal Frühstück wollte Sandy ihm machen

Denn Becker ergeht sich vor allem in Selbstmitleid. "In diesem Familiendrama war ich das Arschloch", schreibt er über die Scheidung von seiner Ex-Frau Barbara Becker. Er habe sich nach Liebe gesehnt, sie wollte am Ende nur sein Geld - so der Tenor. Sogar geschlagen habe sie ihn. Dann die Affäre mit Sandy Meyer-Wölden. "Für mich war damals ganz klar, dass ich mit Sandy mein Leben verbringen und alt werden wollte", sagt er über die Verlobung mit der 15 Jahre jüngeren Frau. Doch ihr sei der rote Teppich wichtiger gewesen als er. Nicht mal Frühstück habe sie ihm machen wollen. "Traurig, aber wahr", klagt Becker.

Der arme Boris. Das ist die Dauerbotschaft an die Leser. Er, der es immer gut gemeint habe mit den Frauen, wurde schamlos ausgenutzt. Seine Fans von damals müssen mit ihm leiden. Auch sprachlich. Co-Autor Christian Schommers, bis vor Kurzem noch stellvertretender Chefredakteur beim Revolverblatt "Closer" und davor schon bei "Bunte", "Gala" und "Bild" für die eher saftigen Geschichten zuständig, schwelgt gerne in abgegriffenen Vergleichen. Sätze wie "Man muss kein Philosoph sein, um zu wissen, dass …", "Wie der Teufel es wollte, verliebte ich mich in Sandy" oder "Aber das war gründlich in die Hose gegangen" erinnern an die Bücher von Dieter Bohlen.

Vom strahlenden Tennishelden zum Jammerlappen

Doch Becker scheint nicht nur die Selbstachtung abhanden gekommen, sondern auch der Stoff ausgegangen zu sein. Er ergeht sich neun Jahre nach seiner ersten Biografie "Augenblick, verweile doch" vor allem in Enthüllungen über sein Liebesleben. "Erstmals spricht der ehemalige Tennisstar über den Scheidungskrimi mit Barbara, die Zeugung seiner Tochter Anna, den Sorgerechtsstreit mit Angela Ermakowa, Firmenpleiten, Skandale, sein Leben nach dem Tennis", heißt es in der Ankündigung für sein Buch. Es scheint der verzweifelte Versuch zu sein, 14 Jahre nach dem Ende der Tenniskarriere seinem Leben einen Sinn zu geben. Schamlos. Peinlich. Wichtigtuerisch. Selbstgefällig.

Dabei hätte es ein gutes Buch werden können. Wie's geht, hat Andre Agassi vorgemacht. Auch er plaudert in seiner Biografie "Open" freizügig über Affären mit Barbra Streisand und Bo Derek und seine Liebe zu Steffi Graf. Doch Agassi ist es gelungen, einen Schritt zurückzutreten und sein Leben und Handeln zu reflektieren. Schonungslos und kritisch gegen sich selbst, nicht nur gegenüber anderen, gibt er einen beeindruckenden und tiefgründigen Einblick in seine Welt. Doch Selbstkritik ist nicht Boris Beckers Sache. Er geht mit billiger Effekthascherei auf Leserfang. Geschichten aus der Besenkammer.

Mit seiner Biografie und den Vorabveröffentlichungen in "Bild" ist Boris Becker auf dem besten Weg, der neue Loddar zu werden. Der Jammerlappen der Nation, der seine Frauengeschichten medial ausschlachtet, der öffentlich nachtritt. Der Held vom Center Court als tragische Gestalt, geschlagen vom eigenen Leben. Vom strahlenden Tennishelden ist nichts mehr übrig. Von Bumm, Bumm keine Spur mehr.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(