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Boris Becker im Interview: "Lilly und ich wollen auf jeden Fall Kinder"

Zwischen Wimbledon und Flitterwochen besuchte Boris Becker die Fashion Week in Berlin. stern.de sprach mit dem 41-jährigen über Mode, das Eheleben und den Tod Michael Jacksons.

Herr Becker, was führt Sie zur Fashion Week nach Berlin?

Zum einen interessiere ich mich sehr für Mode, zum anderen bin ich als Botschafter für Mercedes Benz hier. Lilly und ich sind heute morgen aus London eingeflogen und müssen heute Abend schon wieder zurück, da ich für die BBC als Wimbledon-Kommentator arbeite und morgen ist das Finale. Aber die Chance, hier dabei zu sein, wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Warum haben Sie sich die Show von Kaviar Gauche angesehen.

Die neue Kollektion hat das Thema "Brautkleid". Da kenne ich mich mittlerweile ein bisschen aus. Bei der letzten Show von Kaviar Gauche hatten die Models kaum etwas an. Das fand ich nicht so gut.

Sie selbst sind seit drei Wochen verheiratet. Wie ist das Eheleben?

Es läuft immer noch gut. Leider hatten wir noch keine Zeit, das wirklich zu genießen, weil ich permanent im Einsatz bin. Die Flitterwochen werden wir im August nachholen. Ich hoffe, dass wir dann ein bisschen zur Ruhe kommen.

Wohin reisen Sie?

Das werde ich nicht verraten. Irgendwohin, wo Sonne und Meer ist. Wenn wir Urlaub nehmen, wollen wir unsere Ruhe haben.

Nach der Hochzeit haben Sie mit Ihren Söhnen und Lilly ein paar Tage an der Côte d'Azur verbracht. Wie war's?

Meine Söhne besuchen mich seit Jahren in ihren Sommerferien. So sehen wir uns regelmäßig und das läuft sehr gut.

Wie steht es um die Nachwuchsplanung mit Lilly?

Lilly und ich werden hoffentlich Kinder haben, aber noch gibt es da nichts zu verkünden.

Werden Sie im September zur Hochzeit Ihrer Ex-Frau Barbara gehen?

Ich habe befürchtet, dass diese Frage kommt. Ich freue mich für sie und wünsche den beiden alles Gute. Ob ich hingehe, weiß ich noch nicht.

Vor einer Woche starb Michael Jackson. Wie haben Sie davon erfahren?

Lilly und ich waren auf dem "White Tie and Tiara Ball", der Charity-Veranstaltung von Elton John in London. Es war ein Riesenschock für alle Gäste. Der größte Entertainer der Musikbranche ist gestorben. Die Stimmung war natürlich am Boden und alle haben sich gefragt, wie das passieren konnte. Jetzt, nach einer Woche, ist man ein bisschen schlauer. Trotzdem ist das eine traurige Zeit für die Musikbranche.

Welche Erinnerungen haben Sie an Michael Jackson?

Ich hatte das Glück, ihn mehrfach zu treffen. Zum Beispiel bei der Bambi-Verleihung 2002. Mir ist erst in den letzten Tagen bewusst geworden, wie viele Hits er eigentlich hatte, wie wichtig er für die Musikbranche war. Ich könnte Ihnen jetzt 25 Lieblingstitel sagen, es würde Michael Jackson nicht gerecht werden.

Welche Lieblingstitel?

Mir hat das Album "Off the Wall" am besten gefallen. Das ist 1979 erschienen, bevor er zum Superstar aufstieg.

Nächste Woche Dienstag findet eine große Trauerfeier im Staples Center in Los Angeles statt. Finden Sie diese Dimension gerechtfertigt?

Absolut gerechtfertigt. Michael Jackson hat alle berührt, egal, ob jung oder alt. Er hat Dinge gemacht, die keiner vor ihm gemacht hat und bis jetzt auch noch keiner erreicht hat. Es ist richtig, dass man ihn so verehrt.

Interview: Julia Mäurer