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Tennislegende Boris Becker plaudert aus dem Nähkästchen: "Das hat im Herzen weh getan"

Boris Becker
Boris Becker in Dessau
© Hendrik Schmidt / Picture Alliance
Auf einem Event in Sachsen-Anhalt hat Boris Becker ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Dabei sprach er nicht nur über sein Sportlerleben, sondern auch über Privates. 

Boris Becker hat allen Grund, mit Stolz auf sein bisheriges Leben zurückzublicken. Als Tennisspieler wurde er zur Legende, als Kommentator macht er bei Grand-Slam-Turnieren einen souveränen Job. Doch wenn er selbst zurückblickt, tut Becker das mit viel Witz. Am Mittwochabend war der Leimener bei dem Event "Anhalt Sport trifft Legenden" in Dessau, Sachsen-Anhalt und sprach dort vor rund 250 Gästen über seine bisherige Karriere. 

Boris Becker plaudert aus dem Nähkästchen

"Der größte Gegner war immer der Mann im Spiegel morgens", sagte er und blickte auf das Wimbledon-Finale 1990 zurück. Damals habe er nicht gut schlafen können und deshalb eine Tablette genommen - mit Auswirkungen auf sein Tennisspiel. Edberg gewann das Match, auch, weil Boris "eigentlich zu spät wirklich wach" war, wie er heute sagt. 

Auch als Trainer konnte Becker an seine Erfolgszeit anknüpfen. Doch die jüngste Niederlage seines ehemaligen Schützlings, Novak Djokovic, gegen Rafael Nadal bei den French Open habe er mit Bestürzung mitverfolgt. "Das hat im Herzen weh getan", sagte Becker in Dessau, immerhin seien er und der "Djoker" "Brüder im Herzen" gewesen. Und er erwähnte auch sein letztes Aufeinandertreffen mit Tennislegende Steffi Graf. "Es war am Rande der Australian Open in Melbourne", sagte er. "Sie hatte sich hinter einem Baum versteckt, um nicht erkannt zu werden. Doch ich sprach sie an. Sie hat mich gebeten, 'Sag's keinem, dass ich da bin'."

Geld, Familie, Image

Ein ewiges Thema im Leben von Boris Becker sind seine Finanzen. Doch auch darüber sprach der 52-Jährige in Dessau mit einer Portion Witz. "Manchmal hat man mehr, manchmal hat man weniger. Ich verdiene immer noch zwei Mark fünfzig", sagte er. Wichtiger sei ihm seine Familie. "Wenn meine Kinder mich im Alter noch brauchen, habe ich vieles richtig gemacht", betonte Becker. 

"Wir sind alle nur Menschen, wir sind keine Maschinen, wir machen Fehler, wir lernen dazu", fügte er hinzu. 

Verwendete Quellen:"FAZ" / dpa

ls

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