HOME

Boy George: Ade, New York

Nach einer Drogenklage hat Sänger Boy George der Stadt New York den Rücken gekehrt. Bei einem Schuldspruch muss er allerdings zurückkommen - dann drohen ihm 15 Jahre Gefängnis in den Vereinigten Staaten.

Der britische Sänger Boy George ("Do You Really Want to Hurt Me") hat den USA den Rücken gekehrt und ist nach London geflogen, nachdem ihn ein Gericht in New York wegen Drogenbesitzes angeklagt hat. Das berichtet die "New York Daily News". Die Polizei hatte 14 Tüten Kokain in dem Apartement des 44-jährigen Sängers in Manhattan gefunden, nachdem dieser - angeblich im Drogenrausch - fälschlich einen Einbruch gemeldet hatte.

Die Beamten nahmen den Kultmusiker fest, ließen ihn in einer Zelle ausnüchtern und stellten ihn dann vor Gericht. Nun muss sich Boy George, der mit bürgerlichem Namen George O'Dowd heißt, wegen Drogenbesitzes sowie Falschaussage gegenüber der Polizei verantworten. Sein Anwalt wies die Anschuldigungen zurück: "Er hat keine Ahnung, woher das Kokain kam. Bei ihm gehen viele Leute ein und aus. Wer etwas zu verbergen hat, ruft nicht freiwillig die Polizei".

Wiederholungstäter

1986 hatte der Sänger nach einer Verurteilung wegen Heroin-Besitzes in England eine Entzugsklinik aufgesucht. Er muss am 19. Dezember zur Gerichtsverhandlung in New York zurück sein. Bei einem Schuldspruch drohen ihm bis zu 15 Jahre Gefängnis.

DPA / DPA