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Boyband: Take That ohne Robbie wiedervereint

Zum "abschließenden Report" haben sich Take That in London wieder vereint und eine Dokumentation samt Best-Of-CD präsentiert. Für den abwesenden Robbie Williams hatten sie nur gute Worte.

Sie waren der Prototyp einer Boyband: Jung, sexy, bereit, alberne Kostüme zu tragen und hektische Balztänze aufzuführen. Nun hat sich Take That, eine der erfolgreichsten Teenie-Bands, wieder zusammengetan - allerdings nur für die Präsentation einer TV-Dokumentation. Am Montagabend präsentierten vier der ursprünglich fünf Gründungsmitglieder in London den Film "Take That... The Final Report" samt einer Best-Of-CD.

Robbie Williams fehlte bei der Veranstaltung. Der mittlerweile erfolgreichste Sänger der Gruppe weilte laut seiner Sprecherin in Los Angeles und hatte sich bereits in der Vergangenheit deutlich von seinen Kollegen distanziert. So sagte er letztes Jahr einer Reporterin der britischen Zeitung "The Sun", eher werde die Hölle einfrieren, als dass es zu einer Wiedervereinigung Take Thats käme.

Notrufnummer halfen beim Kummer

Als das Quintett sich 1996 trennte, hinterließ es fast nur ausverkaufte Stadien, etliche Nummer-1-Hits und jede Menge stilisierter schwarz-weiß Videos, die mit ihren wehenden Hemden und tätowierten Oberkörpern zur Vorlage nachfolgender Boybands wie den Backstreet Boys oder Caught in the Act wurden. Obwohl Robbie Williams die Gruppe schon 1995 verlassen hatte, traf der Split die Fans so hart, dass Notrufnummern eingerichtet werden mussten, um hysterische Fans vor dem Suizid zu bewahren.

In den letzen fünf Jahren las man von Take That nur noch im Zusammenhang mit Robbie Williams. Der aufmüpfige Superstar hatte die Band 1995 als Erster verlassen und als Einziger konnten er große Erfolge als Solokünstler verbuchen. Die übrigen Mitglieder blieben der Musik zwar treu, jedoch nur mit mäßigen Erfolg: Ex-Leadsänger Gary Barlow verdient sich als Songwriter, Howard Paul Donald ist DJ, Jason Orange schauspielert und Nesthäckchen Mark Owen wirft alle Jahre wieder eine Single auf den Markt. Er zeigte für die Abwesenheit von Williams bei der gestrigen Premiere denn auch Verständnis und erklärte, der Superstar habe schließlich als einziger von ihnen viel zu tun.

pie