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Bushido und Sido: Gemeinsamer Urlaub statt böser Reime

Sido und Bushido, die Erzrivalen der deutschen Hip-Hop-Szene, haben plötzlich Frieden geschlossen und ein gemeinsames Album aufgenommen. Doch nicht nur in Sachen Musik wollen die Rapper sich jetzt verbünden.

Nach jahrelangen Streitereien scheinen Sido und Bushido ihre Fehde beigelegt zu haben. Sie betonen heute lieber ihre Gemeinsamkeiten und fühlen sich zu alt für böse Worte über den anderen. "Der Streit ist vorbei, wir werden älter und reifer", sagte Bushido der "Bild"-Zeitung vom Montag. Sido fügte hinzu, er habe den seit Jahren andauernden Konflikt "aus der Welt schaffen" wollen und Bushido nach seiner Bandscheiben-OP gute Besserung gewünscht. Kürzlich nahmen die beiden Musiker ein gemeinsames Album auf, das vor einigen Tagen erschien. Zuvor hatten sie sich jahrelang verbal gegenseitig scharf aufs Korn genommen.

Die Rapper machen allerdings nicht nur zusammen Musik, sondern planen sogar einen gemeinsamen Urlaub. Die beiden "Bad Boys" der deutschen Rapszene haben verraten, dass sie ein gemeinsames Hobby entdeckt hätten: das Angeln.

Sido kündigte einen gemeinsamen Angelurlaub in der Karibik an. Allerdings gäbe es auch dabei Unterschiede zu überwinden. "Ich bin ja mehr der Seen-Fischer, der mit seinem Sohn nach Brandenburg fährt und im Wald zeltet. Bushido ist mehr der Hochsee-Fischer, der mit dicken Leinen einen Barrakuda rausholen will."

Vom "Bad Boy" zum Spießer

Nicht nur das Verhältnis zu seinem ehemaligen Erzrivalen habe sich verändert, erklärt Sido. Er führe inzwischen insgesamt ein sehr spießiges Leben und unternehme viel mit seinem Sohn. Sogar vor den Traualtar will der Rapper bald treten. Ungerechtigkeiten könne er aber immer noch nicht gut ertragen, so der 31-Jährige: "Klar, wenn mir Sachen zu nahe gehen oder ich mich ungerecht behandelt fühle, werde ich schnell zum Choleriker."

Trotz aller Freundschaft käme eine Sache für Bushido übrigens nicht in Frage: Er würde niemals den Trauzeugen für seinen neuen Kumpel mimen, stellt er entschieden fest.

hw/AFP/Bang / AFP
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