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Caroline von Monaco wird 50: Prinzessin aus 1001 Nacht

Das Leben der Prinzessin Caroline von Monaco böte Stoff für viele Drehbücher: Eine Ehe der Tochter des Hollywood-Stars Grace Kelley wurde annulliert, ihr zweiter Mann verunglückte - seit acht Jahren ist sie mit einem skandalträchtigen Prinzen verheiratet.

Die Wechselbäder des Lebens machen auch vor einer Prinzessin nicht halt: Glanz und Glamour, Leid und Drama ziehen sich durch das Leben der Caroline von Monaco aus dem Haus Grimaldi. Ganz so wie die Silberfäden in dem Chanel-Abendkleid, das sie den monegassischen Ballettfreunden bei der Vergabe der Nijinsky-Preise im Dezember präsentierte.

Ihr um ein Jahr jüngerer Bruder regiert als Fürst Albert II. den Ministaat an der Côte d'Azur und nimmt sie damit auch aus den Schlagzeilen der an den Hoheiten und Monarchen interessierten Blätter. In wilden Jugendjahren war Caroline eine Art Märchenprinzessin der Medien - vor acht Jahren hat die älteste Tochter der Filmlegende Grace Kelly Prinz Ernst August von Hannover geheiratet.

Heirat mit Playboy

Schicksalsschläge und - teilweise selbst auferlegte - Prüfungen ziehen sich viele durch das Leben der Caroline Louise Marguerite von Monaco, so dass die besorgten Monegassen schon von einem "Gesetz der Serie" munkelten. Erzogen im englischen Ascot, heiratete sie 1978 gegen den Willen der Eltern den 17 Jahre älteren Versicherungsmann und Playboy Philippe Junot. Zwei Jahre später war sie geschieden. Als diese Ehe im Sommer 1992 auch vom Vatikan (wegen charakterlicher Mängel des Ehemannes) annulliert wurde, hatte die Prinzessin bereits ihren zweiten Gatten verloren - 1983 hatte sie dem Italiener Stefano Casiraghi das Ja-Wort gegeben, am 3. Oktober 1990 verunglückte er mit seinem Rennboot bei Monaco. Andrea, Charlotte und Pierre verloren den Vater.

Dazwischen lag 1982 der tragische Unfalltod ihrer Mutter Gracia Patricia, der den Fürsten Rainier III. unerwartet plötzlich zum Witwer machte und die Monegassen um ihre Ex-Filmdiva aus Hollywood trauern ließ. Caroline war es, die Rainier damals am tatkräftigsten unterstützte: "Ich erfülle nur meine Pflicht und warte darauf, dass mein Bruder heiratet". Denn dann müsse dessen Frau die repräsentativen Aufgaben übernehmen, sagte sie 1995. An ihrem 50. Geburtstag ist der Bruder zwar Fürst, aber immer noch Junggeselle - trotz aller anhaltenden Spekulationen um eine eventuelle Vermählung des 48-jährigen Albert mit der attraktiven südafrikanischen Schwimmerin Charlene Wittstock.

Vermählung mit Prinzen von Hannover

An Carolines 42. Geburtstag am 23. Januar 1999 gab Rainier III. bekannt, seine älteste Tochter habe sich mit dem Prinzen von Hannover vermählt, von dem es hieß, schon Fürstin Gracia Patricia hätte ihn gern als Schwiegersohn gesehen. Im selben Jahr wurde dann Tochter Alexandra geboren. Sechs Jahre später war innerhalb von 36 Stunden der Ehemann für kurze Zeit schwer erkrankt und der Vater Rainier gestorben. Die Monegassen litten mit der Prinzessin, die ihnen am Herzen liegt.

Engagiert für die Künste und die Wohltätigkeit bleibt die ältere Schwester von Prinzessin Stéphanie, zwischen Hannover und Monaco pendelnd, trotz all dieser Rückschläge präsent - mit dem Chef des Welfenhauses an ihrer Seite, wie bei der festlichen Verleihung der begehrten Nijinsky-Ballettpreise in Monacos Oper Garnier im Dezember.

Hanns-Jochen Kaffsack/DPA / DPA