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Auf Instagram: Cathy Hummels, Sophia Thomalla – die Promi-Frauen wehren sich gegen Werbeauflagen

Oberstes Gebot von Werbung auf Instagram ist, diese richtig zu kennzeichnen. Viele Influencer – darunter Cathy Hummels und Sophia Thomalla – sind genervt von der undurchsichtigen Rechtslage.

Sophia Thomalla, Cathy Hummels

Sophia Thomalla und Cathy Hummels sind genervt von den undurchsichtigen Werbeauflagen auf Instagram

Picture Alliance

Als Influencer mit einer großen Followerzahl kann man auf Instagram das große Geld verdienen. Wie die Organisatoren der "Inreach-Konferenz" im vergangenen Jahr herausfanden, bekommen aufstrebende Blogger im Schnitt 600 Euro pro Werbepost. Deutlich mehr ist es bei den Top-Influencern der Branche und Prominenten.

Cathy Hummels und Sophia Thomalla: Genervt von Werbe-Vorwürfen

Cathy Hummels und Sophia Thomalla nutzen ihre Reichweite auf Instagram regelmäßig, um bezahlte Werbung für Produkte zu machen. In Hummels' Fall war das zum Beispiel kürzlich eine Zusammenarbeit mit Petit Bateau. Thomalla warb zuletzt für die Proteinshakes von ESN Supplements. Beide kennzeichneten ihre Postings mit dem Hinweis "bezahlte Partnerschaft mit...". Doch was ist eigentlich mit Beiträgen, für die Influencer kein Geld bekommen haben, auf denen sie aber diverse Marken verlinken? 

Der Verband Sozialer Wettbewerb sieht solche Posts als verbotene Reklame. Deshalb haben sie Klage gegen Cathy Hummels eingereicht und eine einstweilige Verfügung erwirkt. Hummels wehrte sich jetzt auf der Fotoplattform gegen die Vorwürfe. "Ich sehe es nicht ein, meine Authentizität zu verlieren, indem ich alles kennzeichne, obwohl ich dafür keine Werbung mache, sondern lediglich euch, meinen Followern, Impressionen vermitteln mag", schrieb sie. 

Thomalla ledert gegen das Finanzamt

Auch Sophia Thomalla zeigt sich auf ihrem Profil genervt von den aktuellen Entwicklungen. "Hallo Finanzamt, da keine Sau mehr durchblickt, wann, wie und bei was man etwas als Werbung kennzeichnen muss, habe ich mir Folgendes überlegt", fängt sie ihren Beitrag an. "Völlig wurscht ob ich einen Mittelfinger poste, mich über den Echo aufrege, mich über Influencer lustig mache, politisch inkorrekte Witze mache, ich auf Dinge aufmerksam mache, die mir wichtig sind; mich in einer Bar betrinke, meinen Lebensgefährten zeige, mein Team verlinke oder tatsächlich mal einen Werbepartner nenne, ich schreibe hinter jedem Post ab sofort #werbung." Sie habe keinen "Bock auf euren Papierkram". 

Um sich gegen Vorwürfe der nicht gekennzeichneten Reklame zu wehren, zog Hummels jetzt gegen den Verband vor Gericht. Und der Ausgang des Zivilprozesses könnte wegweisend sein, wenn es darum geht, was Influencer in Zukunft ohne rechtliche Konsequenzen preisgeben dürfen. Hummels Anwalt Christian-Oliver Moser ließ bereits verlautbaren, er wolle notfalls bis zum Bundesgerichtshof gehen.

Freizügige Posen: Oliver Pocher äfft Sophia Thomalla auf Instagram nach
ls