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Daniel Küblböck: Ex-"Superstar" muss vor Gericht

Wegen Fahrens ohne Führerschein und Körperverletzung hat die Saatsanwaltschaft Anklage gegen Daniel Küblböck erhoben. Die Führerschein-Prüfung wird er wohl so bald nicht ablegen können.

Nach seinem schweren Autounfall im Februar wurde Daniel Küblböck nun wegen Fahrens ohne Führerschein und Körperverletzung angeklagt. Der 18-Jährige wird sich voraussichtlich vor dem Jugendrichter des Amtsgerichtes in seiner Heimatstadt Eggenfelden verantworten müssen. Das Gericht habe die Anklage allerdings noch nicht zugelassen und noch keinen Termin für den Prozess bestimmt, sagte ein Sprecher der Landshuter Staatsanwaltschaft.

Küblböck hatte am 24. Februar auf einer Landstraße einem mit Gurkengläsern beladenen Lastwagen die Vorfahrt genommen. Der Medienstar, der damals noch die Fahrschule besuchte und keine Führerscheinprüfung abgelegt hatte, wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste rund zwei Wochen lang im Passauer Klinikum behandelt werden.

Bei der Kollision saßen zwei 39 und 48 Jahre alte Frauen mit dem ehemaligen "Deutschland sucht den Superstar"-Teilnehmer im Auto. Eine Beifahrerin wurde ebenso wie der Fahrer des Gurkentransporters leicht verletzt. Bei dem Unfall war ein Sachschaden in Höhe von rund 150 000 Euro entstanden.

Verpflichtung zum Sozialdienst denkbar

Die Ermittler werfen Küblböck wegen des Unfalls vom Faschingsdienstag fahrlässige Körperverletzung in zwei Fällen und vorsätzliches Fahren ohne Führerschein vor. In einem Prozess könnte der Jugendrichter entscheiden, ob Küblböck als Heranwachsender nach dem Jugend- oder Erwachsenenrecht bestraft wird. Bei vergleichbaren Fällen würden häufig nach dem Jugendstrafrecht Sanktionen wie Geldstrafen oder Jugendarrest bis zu vier Wochen verhängt, erklärte der Justizsprecher. Auch eine Verpflichtung zum Sozialdienst sei denkbar.

Bis zur Fahrprüfung muss sich Küblböck wohl noch etwas länger gedulden. "Wegen der Körperverletzung ist es wahrscheinlich, dass das Gericht Küblböck für die Prüfung sperrt", sagte Staatsanwalt Alfons Obermeier.

AP / AP