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Dieter Bohlen: Bohlen gegen Media Markt 0:1

Nein, auf einer Anzeige von Media Markt wollte Dieter Bohlen sein Gesicht nicht sehen. Also verklagte er die Handelskette. Ohne Erfolg! Die dürfen vorerst weiter werben.

Dieter Bohlen hat im Rechtsstreit mit der Handelskette Media Markt vorerst eine Niederlage erlitten. Das Landgericht Frankenthal wies einen Antrag ab, mit dem der Musikproduzent zwei Filialen der Kette die Werbung mit Fotos von ihm verbieten lassen wollte. Die Werbung des Media Markts sei durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gedeckt, erklärte der Vorsitzende Richter Uwe Kneibert.

Bohlen wirbt in Zeitungsanzeigen für den Media-Markt-Konkurrenten MakroMarkt. Media Markt hatte im November in einer Zeitungsanzeige einen Teil der MakroMarkt-Anzeige für eigene Werbung. Dabei hatten die Werbetexter Bohlens Gesicht mit dem Text überdeckt: "Nur wo Media Markt drauf steht, ist auch Media Markt drin." Daraufhin beantragte der Musikproduzent eine einstweilige Unterlassungsverfügung gegen die zwei Media Markt-Filialen. Media Markt führte hingegen an, erlaubte "vergleichende Werbung" getrieben zu haben.

Richter Kneibert sagte zur Begründung des Urteils, der Bundesgerichtshof habe vorgegeben, dass bei vergleichender Werbung möglichst die Originalanzeige des Konkurrenten gezeigt werden müsse: "Nicht mehr und nicht weniger hat der Media Markt getan." Die MakroMarkt-Anzeige sei vom Media Markt nicht verfälscht worden. Dass Bohlen so mit seinem Konterfei auf die Anzeige des Konkurrenten geraten sei, müsse er hinnehmen.