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Filmdreh: Rohdes Stuntman beim Dreh ertrunken

Bei den Dreharbeiten zu einem ZDF-Fernsehfilm ist ein Stuntman ums Leben gekommen. Er hatte eine riskante Szene für den Schauspieler Armin Rohde übernommen.

Bei Aufnahmen für einen ZDF-Fernsehfilm mit Armin Rohde und Anja Kling ist in Berlin ein 39 Jahre alter Stuntman ums Leben gekommen. Der Mann ertrank, nachdem er am Mittwochabend im Anschluss an eine rasante Autofahrt am Steuer des Fahrzeugs drehbuchgemäß in den Teltowkanal gestürzt war. Dies teilten ZDF und Polizei am Donnerstag mit.

Warum es dem 39-Jährigen nicht gelang, das Fahrzeug zu verlassen, blieb zunächst unklar. Auf den Filmaufnahmen sei aber zu sehen, wie sich das Auto unvorhergesehen nach vorne hin überschlagen hat, teilte das ZDF mit. Anschließend prallte der Wagen mit Kühlergrill und Dach zuerst auf die Wasseroberfläche. Der Stuntman habe in der Szene Armin Rohde gedoubelt.

Vorsorglich bereitstehende Taucher versuchten vergeblich, den Mann zu retten. Der 39-Jährige wurde schließlich zusammen mit dem Auto aus dem Wasser gezogen. Nach ZDF-Angaben ist er ein "erfahrener und besonnener Profi". Der Sender kündigte an, den Unfall restlos aufzuklären.

Dreh unterbrochen

Die Dreharbeiten wurden unterbrochen. Armin Rohde und Anja Kling hatten sich die Stuntszene wie ein Großteil des Teams angesehen. In der temporeichen Komödie mit dem Arbeitstitel "Ein Unglück namens Emma" spielen die beiden Schauspieler die Hauptrollen.

ZDF-Sprecher Alexander Stock äußerte sich bestürzt über den Unfall. "Unsere Trauer und unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Stuntmans", sagte Stock. Nach den bisher vorliegenden Informationen habe die Stuntfirma alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Das Babelsberger Unternehmen "Action Unlimited" genieße in der Branche einen ausgezeichneten Ruf.

Wann die Dreharbeiten für den 90-minütigen ZDF-"Fernsehfilm der Woche" wieder aufgenommen werden, war noch unklar. Der Unfall ereignete sich am siebten Drehtag. 25 sind angesetzt.

DPA / DPA
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