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Französisches Magazin verklagt: Charlene und Albert kämpfen gegen Trennungsgerüchte

Fürst Albert II. von Monaco und seine Frau Charlene gehen gerichtlich gegen ein französisches Magazin vor, das vor ihrer Hochzeit Trennungsgerüchte verbreitet hatte.

Drei Wochen nach ihrer Hochzeit gehen Monacos Fürst Albert II. und seine Frau Charlène rechtlich gegen ein Nachrichtenmagazin vor, das im Juni über eine Beziehungskrise der Verlobten berichtet hatte. Das Fürstenpaar habe die französische Zeitschrift "L'Express" wegen "Verletzung der Privatsphäre" und "Veröffentlichung falscher Angaben zum Privatleben" angezeigt, teilte der Anwalt von Albert II. am Montagabend mit.

Die Geschäftsführung des "Express" wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Das Magazin hatte wenige Tage vor der standesamtlichen Trauung am 1. Juli und der kirchlichen Hochzeit tags darauf berichtet, die aus Südafrika stammende Braut habe die Feier quasi in letzter Minute abblasen und in ihre Heimat zurückkehren wollen, nachdem sie etwas Unliebsames über ihren künftigen Mann erfahren habe.

"Wir haben diese Information aus drei verschiedenen Quellen erhalten, und alle drei sind zuverlässig", hatte Redaktionsleiter Christophe Barbier seinerzeit betont, nachdem das Fürstenhaus bereits mit rechtlichen Schritten gedroht hatte. "Wir bleiben bei dieser Information." Seine Zeitschrift habe "die Einzelheiten des Privatlebens nicht ausgebreitet", welche die Braut eine Woche vor der Hochzeit zu einer überstürzten Fahrt zum Flughafen veranlasst haben könnten. "Das geht uns nichts an", sagte der Redaktionsleiter.

"Aber die Tatsache, dass Charlène eine Zeitlang vorhatte abzureisen, Monaco zu verlassen, ist eine politische Tatsache", betonte Barbier. In Anbetracht der vielen gekrönten Häupter und Vertreter ausländischer Staaten, die zu der Hochzeit in dem Mittelmeerstaat erwartet wurden, sei es "sogar eine geopolitische Tatsache".

Das Magazin hatte drei Tage vor der Trauung auf seiner Internetseite berichtet, die seit einem Jahr mit dem Fürsten verlobte Charlène Wittstock sei nach einer Enthüllung zum Flughafen Nizza gefahren, um Monaco zu verlassen - ohne einen Rückflugschein. Die französische Polizei habe sie auf Betreiben des monegassischen Hofes aufgehalten, und die 33-Jährige sei mit Mühe überredet worden, an den Hof zurückzukehren. Etliche Medien griffen den Bericht auf und spekulierten über eine Affäre des Fürsten oder sogar über ein weiteres uneheliches Kind. Der 53 Jahre alte Albert II. hatte sich vor mehreren Jahren zu zwei unehelichen Kindern bekannt.

DPA/AFP / DPA