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Vertraute von Jeffrey Epstein Ghislaine Maxwell bietet fünf Millionen Dollar Kaution für Haftentlassung

Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell 2005 bei einem Konzert in New York
© Joe Schildhorn/Patrick McMullan / Getty Images
Seit ihrer Festnahme sitzt Ghislaine Maxwell in Untersuchungshaft. Jetzt forderten ihre Anwälte ihre Freilassung - gegen die Zahlung von fünf Millionen Dollar Kaution.

Ghislaine Maxwell, die einstige Vertraute des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, sitzt seit ihrer Festnahme am 2. Juli in einem Gefängnis in New York und wartet auf ihren Prozess. Am Freitag forderten ihre Anwälte nun via eingereichtem Gerichtsantrag die Freilassung der 58-Jährigen. Das Angebot: eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Dollar (rund 4,4 Millionen Euro). Die Anwälte versichern, dass sechs Geschäftspartner Maxwells für die Summe bürgen. Außerdem soll ein Anwesen in Großbritannien im Wert von 3,75 Millionen Dollar als Sicherheit dienen. 

Maxwell sei bereit, sich unter Hausarrest stellen zu lassen. Sie werde ihre Reisepässe abgeben und sich mit einer Fußfessel in eine New Yorker Wohnung zurückziehen. Die Tochter des verstorbenen britischen Medienmoguls Robert Maxwell besitzt Reisepässe aus Großbritannien, Frankreich und  den USA.

Als Begründung für ihren Antrag auf eine Haftentlassung führen die Anwälte auch an, dass Maxwell sich im Gefängnis mit dem Coronavirus anstecken könnte. Sie betonen, Maxwell weise die gegen sie erhobenen Vorwürfe "entschieden" zurück und wolle sich juristisch gegen sie zur Wehr setzen.

Staatsanwaltschaft will, dass Ghislaine Maxwell im Gefängnis bleibt

Die Staatsanwälte verweigern bislang eine Kaution. Zu hoch soll die Fluchtgefahr sein. Schließlich war Maxwell in den vergangenen Monaten regelrecht untergetaucht. Ihre Anwälte sehen das offenbar anders. Bei Maxwell bestehe keine Fluchtgefahr, argumentierten sie laut "CNN". Die 58-Jährige habe die Öffentlichkeit lediglich gemieden, "um sich selbst und ihre Angehörigen vor dem Druck der Medien (...) zu schützen". Sie habe das Land seit Epsteins Verhaftung vor einem Jahr kein einziges Mal verlassen.

Sehen Sie im Video: Epsteins Ex-Freundin Ghislaine Maxwell soll bei Missbrauch geholfen haben. Ghislaine Maxwell, frühere Freundin und Geschäftspartnerin von Jeffrey Epstein, wurde wegen mutmaßlicher Beihilfe zu sexuellem Missbrauch Minderjähriger vom FBI festgenommen. Epstein war wegen des Missbrauchs Minderjähriger und Menschenhandel angeklagt gewesen, als er im August letzten Jahres tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden war. Maxwell hat sich seither bedeckt gehalten und in diesem Luxusanwesen in New Hampshire versteckt. Nun wird sie beschuldigt Epstein bei sexuellen Straftaten geholfen zu haben. Sie soll Mädchen beschafft haben und auch selbst an Missbrauchshandlungen beteiligt gewesen sein. Die zuständige Staatsanwältin Audrey Strauss sagt: „Maxwell und Epstein sollen eine Methode gehabt haben, sie haben Freundschaften zu jungen Mädchen aufgebaut, haben so getan, als seien sie an ihrem Leben interessiert, haben sie ins Kino eingeladen und zu Shopping-Trips. Maxwell hat die Mädchen dazu ermutigt Epstein für Reisen oder ihre Schule zahlen zu lassen, so dass sie das Gefühl hatten bei Epstein in der Schuld zu stehen. Epstein soll in engem Kontakt mit mehreren Männern in machtpositionen gestanden haben, angefangen bei Präsidenten Trump, über Bill Clinton bis hin zum Britischen Prince Andrew.
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Die Kautionsverhandlung ist für den 14. Juli angesetzt. Maxwell wird vorgeworfen, Epstein dabei geholfen zu haben, minderjährige Mädchen zu missbrauchen. Sie soll sich mit den Mädchen angefreundet und sie zu sexuellen Handlungen mit Epstein gedrängt haben. In mehreren Fällen soll sie auch selbst an dem Missbrauch beteiligt gewesen sein. Bei einer Verurteilung drohen Ghislaine Maxwell 35 Jahre Gefängnis.

jum/AFP SpotOnNews

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