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Epstein-Freundin "Missbrauch der Macht": Ghislaine Maxwells Anwältin reagiert wütend auf neue Anklagepunkte

Ghislaine Maxwell
Ghislaine Maxwell 2015 in New York
© Andrew Savulich/New York Daily N / Picture Alliance
Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage gegen Ghislaine Maxwell um zwei schwerwiegende Punkte erweitert. Ein Schritt, den die Anwältin der Epstein-Freundin als Taktik bezeichnet.

Die Anklage gegen die Ex-Freundin des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, ist um zwei Punkte erweitert worden. US-Staatsanwälte reichten vor einem Gericht in New York eine überarbeitete Anklageschrift ein, die nun acht Anklagepunkte enthält.

Demnach werden Maxwell auch "Sexhandel mit einer Minderjährigen" und "Verschwörung zum Sexhandel" vorgeworfen, zudem wird in dem Dokument ein weiteres Opfer aufgeführt und der Tatzeitraum erweitert. Die Punkte wiegen schwer und könnten das potenzielle Strafmaß erhöhen. 

Ghislaine Maxwell glaubt an Taktik

Der Prozess gegen die in Untersuchungshaft sitzende Maxwell soll im Sommer beginnen. Dass jetzt, wenige Monate vorher, die Klage erweitert wird, riecht für die 59-Jährige nach Taktik. So ließ ihre Anwältin Bobbi Sternheim laut "Daily Mail" verlautbaren: "Dass die Staatsanwaltschaft diesen Schritt spät im Spiel gebracht hat – mit einer Verhandlung, die für den 12. Juli angesetzt ist – ist eine offensichtliche taktische Spielerei. Das Hinzufügen von Anklagen, die nie gegen Jeffrey Epstein erhoben wurden, basierend auf Beweisen, die seit Jahren im Besitz der Regierung waren, ist schockierend, unfair, und ein Missbrauch der Macht."

Maxwells Rechtsbeistand sagte außerdem, dass die neuen Punkte mehr Arbeit und Ermittlung bedeuten würden, für die jetzt kaum Zeit sei. Doch eine Verschiebung des Prozesses sei für sie kaum eine Option. Zu schlecht ginge es Maxwell in Untersuchungshaft. 

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Schlechte Umstände im Gefängnis

"Ihre Freiheitsinteressen kollidieren jetzt mit ihrem Recht auf effektiven Beistand durch einen Anwalt", erklärt Sternheim. "Das Gericht ist sich der außergewöhnlichen Umstände von Frau Maxwells Inhaftierung bewusst, der schädlichen Auswirkung auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden und der realistischen Sorge, ob sie stark genug sein wird, um den Stress des Prozesses zu überstehen", sagt sie weiter.

Sie habe dem Prozesstermin im vergangenen Jahr zugestimmt, weil es damals hieß, eine Nebenanklage sei nicht geplant. 

Verwendete Quelle:"Daily Mail"

ls

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