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Gouverneur von Kalifornien: Frederic von Anhalt will Arnis Nachfolger werden

Nach der Ankündigung seiner Kandidatur für den Gouverneurs-Posten von Kalifornien, will Frederic Prinz von Anhalt nun die nötigen Wahldokumente einreichen. Mitstreiter fehlen bisher, "aber mit Sicherheit wird's da noch ein paar Idioten geben, die sich aufstellen lassen", glaubt der Prinz.

Drei Wochen nach der Ankündigung seiner Kandidatur für den Gouverneurs-Posten von Kalifornien macht es Frederic Prinz von Anhalt offiziell. Er werde in der Landeshauptstadt Sacramento die nötigen Wahldokumente einreichen und seinen US-Pass vorlegen, teilte der Ehemann von Hollywood- Diva Zsa Zsa Gabor der Deutschen Presse-Agentur dpa mit. "Da wird überprüft, dass man Amerikaner ist, und dann geht das Rennen los", sagte der Wahl-Kalifornier, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Im Januar hatte von Anhalt seine Absicht mit der Enthüllung eines großen Werbeplakats am Sunset Boulevard in Beverly Hills mit der Aufschrift "Prince Frederic for Governor" kundgetan. Er tritt als liberaler Unabhängiger an mit dem Motto: "Gebt Kalifornien das gute Leben zurück". Nach zwei Amtszeiten muss Arnold Schwarzenegger Ende des Jahres 2010 gehen. Die Gouverneurs-Wahlen in Kalifornien finden Anfang November statt.

"Nichts funktioniert hier, Kalifornien hat kein Geld"

Ab dem 23. April bis Ende Juni muss von Anhalt insgesamt 10.000 Unterschriften sammeln, um auf die Kandidatenliste zu kommen. "Da sehe ich gar kein Problem", versichert der angehende Politiker. Mitstreiter, die als unabhängige Kandidaten ins Rennen ziehen, habe er noch keine. "Aber mit Sicherheit wird's da noch ein paar Idioten geben, die sich aufstellen lassen", scherzte der Prinz. Er wolle den Bürgern nicht mit billigen Wahlversprechen kommen, betonte er. "Ich drehe den Spieß um und sage die Wahrheit: Nichts funktioniert hier, Kalifornien hat kein Geld". Seine Lösung: "Ich werde Luxusgüter wie Tabak und Alkohol besteuern, Marihuana legalisieren und besteuern, das wird dem kleinen Mann helfen".

Bei seinem ersten Besuch in Sacramento als Gouverneursanwärter steht ein Lunch im Esquire Grill Restaurant auf dem Plan, wo Schwarzenegger und andere Politiker gerne speisen. Von Anhalt hofft auf einen kleinen Plausch mit dem amtierenden Gouverneur. "Über Politik reden wir aber besser nicht, da sind wir ganz anderer Meinung", meint der Neuling. Auf den gebürtigen Österreicher Schwarzenegger ist er nicht gut zu sprechen, und umgekehrt dürfte es nicht anders sein, glaubt der gelernte Bankkaufmann. "Der ist schon ein bisschen sauer auf mich", meint von Anhalt. "Der wird dauernd von den Paparazzi angesprochen, was er denn davon halte, dass Zsa Zsa First Lady wird, da reagiert er mürrisch".

DPA / DPA