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Hans Küng Kirchenkritiker mit 93 Jahren gestorben

Hans Küng vor einigen Jahren in Tübingen
Hans Küng vor einigen Jahren in Tübingen
© imago/epd
Der Schweizer Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng ist tot. Er sei in Tübingen friedlich verstorben, teilt die Stiftung Weltethos mit.

Der Theologe und Kirchenkritiker Hans Küng (1928-2021) ist am 06. April "im Alter von 93 Jahren friedlich in seinem Haus in Tübingen verstorben", teilt die Stiftung Weltethos mit. Küng war Gründer und lange Jahre Präsident der 1995 ins Leben gerufenen Stiftung. Der Schweizer galt als einer der bekanntesten Kirchenkritiker überhaupt.

Zu seinen zahlreichen Werken gehört unter anderem "Existiert Gott? Antwort auf die Gottesfrage der Neuzeit". Nach Kritik an der Unfehlbarkeit des Papstes wurde Küng 1979 die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen. Über die Jahrzehnte wurde der Theologe für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet - unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz mit Stern.

Grundlage für "friedliches und respektvolles Miteinander"

Küng habe "die Grundlage für ein Bewusstsein grundlegender gemeinsamer Werte in allen Teilen der Gesellschaft sowie für ein friedliches und respektvolles Miteinander über die Grenzen der Religionen, Kulturen und Nationen hinweg" geschaffen, heißt es auf der Website der Stiftung Weltethos. Es sei "eine Ehre, sein Lebenswerk fortführen zu dürfen". Man wolle dieses "in seinem Sinne bewahren, weitertragen und weiterentwickeln".

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