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"Die sexuellen Vorwürfe sind nicht korrekt": Harvey Weinstein reagiert auf die Vorwürfe von Salma Hayek

In einem emotionalen Artikel hat Salma Hayek beschrieben, wie auch sie von Harvey Weinstein belästigt wurde. Der Filmproduzent weist die Vorwürfe zurück. Er habe sich lediglich rüpelhaft benommen.

Salma Hayek, Harvey Weinstein

Weinstein und Hayek bei einem Branchenevent in Hollywood 2003

Er soll sie wiederholt zu sexuellen Handlungen aufgefordert und ihr gedroht haben, sie zu töten: Salma Hayek gehört auch zu den zahlreichen Frauen, die von Harvey Weinstein sexuell belästigt worden sind. In einem Artikel für die "New York Times" schilderte die mexikanische Schauspielerin, wie sie Weinstein 2002 während der Produktion des Dramas "Frida" immer wieder abwehren musste. Der Filmproduzent reagierte nun mit einem offiziellen Statement auf die Anschuldigungen - und streitet sie ab.

"Alle von Salma beschriebenen sexuellen Vorwürfe sind nicht korrekt und andere, die bei den Ereignissen dabei waren, haben die Geschichte anders in Erinnerung", heißt es in dem Schreiben, das unter anderem dem Magazin "People" vorliegt. Hayek hatte unter anderem beschrieben, dass er sie aufforderte, sich auszuziehen, ihr Massagen und Oralsex anbot. Sie habe stets verneint, was Weinstein extrem wütend gemacht hätte.

Weinstein gibt "rüpelhaftes Benehmen" zu

Er gab aber zu, nach einer Vorstellung von "Frida" wie von Hayek beschrieben ausgerastet zu sein. Weinstein nennt es "rüpelhaftes Benehmen", das aus der Enttäuschung über den Schnitt des Film entstanden sei.

Salma Hayek beschrieb außerdem, wie Weinstein sie bei den Dreharbeiten zur Frida-Kahlo-Biografie "Frida" zu einer Sex-Szene genötigt habe. Sie sei darauf eingegangen, weil der Film sonst in Gefahr gewesen sei, habe die Szene jedoch nur mit Beruhigungstabletten und kotzend überstanden. "Mr. Weinstein erinnert sich nicht daran, Salma zu einer freizügigen Sex-Szene mit einer weiblichen Kollegin gezwungen zu haben und war auch nicht vor Ort, als es gefilmt wurde", kontert Weinstein.

Seit Oktober wird Weinstein mit den Vorwürfen dutzender Frauen konfrontiert, die ihm sexuelle Belästigung oder sogar Vergewaltigung vorwerfen. Er streitet jegliche Form von sexueller Gewalt ab, entschuldigte sich jedoch bei allen, die sein Verhalten verletzt haben könnte. Weinstein wurde von seiner Firma gekündigt und soll sich in Therapie befinden.

sst