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Rassismus im Palast Diese Brosche sorgte für einen Skandal – wie Meghan selbst darauf reagiert hat

Princess Michael of Kent und Meghan Markle
Fragwürdige Schmuckauswahl: Was sich Princess Michael of Kent (l.) wohl gedacht hat, als sie die als rassistisch geltende Brosche an ihrer Jacke befestigte?
© © Mark Cuthbert/UK Press via Getty Images; Christopher Furlong/Getty Images
Bei ihrem ersten Weihnachtslunch bei Queen Elizabeth II. traf Meghan Markle auf Princess Michael of Kent. Deren Jacke zierte eine Brosche, die als Relikt der Sklaven- und Kolonialzeit gilt. Jetzt kommt raus: Auch Meghan war entsetzt. 

Die Familie des Mannes kennen zu lernen, den man heiraten möchte, ist unter normalen Bedingungen nervenaufreibend. Für Meghan Markle dürfte es kurz nach ihrer Verlobung mit Prinz Harry noch um einiges aufregender gewesen sein. Denn im Dezember 2017 ging es für die ehemalige Schauspielerin zum Weihnachtslunch der Queen im Buckingham Palast. Dort traf die Tochter einer Afro-Amerikanerin auch auf Princess Michael of Kent. Die Ehefrau eines Cousins der Königin wählte für den Anlass ein äußerst fragwürdiges Schmuckstück.

Rassismus im Palast

An ihrer Jacke trug sie eine Brosche, die heute als Relikt der Sklaven- und Kolonialzeit gilt. Die kleinen Figuren, gelegentlich Deko-Objekte oder eben Schmuckstücke, "Blackamoor" im Englischen, "Mohrenstatuetten" im Deutschen, waren besonders im 18. Jahrhundert beliebt. Die afrikanische Figur mit schwarzer Haut, häufig aus Ebenholz geschnitzt, trägt meistens einen Turban und auffallende Juwelen. Ihre Haltung gleicht fast immer der von Bediensteten. Heute gelten die Stücke als rassistisch und extrem kontrovers, da sie die Sklaven- und die Kolonialzeit verherrlichen.

Als Bilder der Brosche um die Welt gingen, war die Meinung vieler Meghan-Fans eindeutig: Das Schmuckstück war ein Affront gegen das neue Mitglied der Familie, selbst wenn Princess Michael of Kent keine bösen Absichten gehabt habe.

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"Finding Freedom": So fasste Meghan den Affront auf

In ihrem Buch, "Finding Freedom", offenbaren die Autoren Omid Scobie und Carolyn Durand, dass Meghan das Schmuckstück natürlich aufgefallen sei. Sie habe sich gefragt, ob ihr damit nicht subtil eine Botschaft gesendet werden sollte. Es sei mindestens "unsensibel gegenüber Meghans afro-amerikanischen Wurzeln", heißt es in dem Buch. Vor allem wenn man sich vor Augen hält, dass die US-Amerikanerin bereits rassistische Kommentare ertragen musste, nachdem ihre Beziehung mit Prinz Harry offiziell gemacht wurde.

Princess Michael of Kent ließ damals in einem Statement verlautbaren, dass es ihr leid tue, wenn sich jemand verletzt gefühlt habe. Laut "Finding Freedom" sei der Schaden da jedoch schon angerichtet gewesen.  

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ls

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