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Hintergrund: Monaco und die Grimaldis

Wer von Monaco spricht, meint oft den Stadtteil Monte Carlo. Auch das Haus Grimaldi ist untrennbar mit dem Fürstentum verbunden.

Monaco, dessen Dynastie Grimaldi auf mehr als 700 Jahre Herrschaft zurückblickt, gilt als Jetset- und Touristenparadies an der südfranzösischen Küste. Die Familie, die aus Genua stammt, kam 1297 in den Besitz des "Felsens". In dem nur knapp zwei Quadratkilometer großen Fürstentum leben rund 32.000 Einwohner, wobei täglich noch einmal genau so viele Menschen aus Frankreich und Italien zur Arbeit kommen. Seit dem 9. Mai 1949 regierte in Monaco Rainier III. Der "Seigneur" stützte sich dabei auf einen "Staatsminister", der traditionell vom benachbarten Frankreich vorgeschlagen wird. Gleiches gilt für den für die Innenpolitik zuständigen "Conseiller" im Ministerrang.

Frankreich garantiert Monacos Unabhängigkeit

Gemeinsam mit einem 18 Mitglieder umfassenden Rat erlässt der Fürst Gesetze. Monaco ist verpflichtet, alle Interessen Frankreichs zu wahren. Dafür garantiert Paris die Souveränität und Unabhängigkeit. Bei einem Erlöschen der Dynastie Grimaldi würde Monaco an Frankreich fallen. Fürst Rainier, aus dessen Ehe mit dem 1982 bei einem Unfall getöteten Hollywood-Star Grace Kelly Kronprinz Albert und die Töchter Caroline und Stéphanie hervorgingen, war aus diesem Grund an weiteren Nachfahren interessiert.

Noch bekannter als Monaco ist Monte Carlo, wo sich rund um das luxuriöse Casino berühmte Hotels und noble Boutiquen drängen. Doch dieser Hügel ist nur einer von fünf Stadtteilen. Monaco-Ville, die "Hauptstadt", wurde unter Rainier III. vom "Operetten-Staat" zum "großen Unternehmen Monaco" ausgebaut und modernisiert. Weitere Attraktionen des Stadtstaates sind die 1879 eröffnete Oper und die Rallye Monte Carlo. 1993 wurde Monaco in die Vereinten Nationen aufgenommen.

DPA / DPA