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Hamburg Polizei erwischt zwei Männer mit Gitarren von Jan Fedder

Jan Fedder alias Dirk Matthies im Großstadtrevier
Fast 30 Jahre lang verkörperte Jan Fedder den Polizisten Dirk Matthies in der ARD-Serie "Großstadtrevier" 
© Fabian Bimmer / DPA
Die Hamburger Polizei hat zwei Personen aufgegriffen, die mit Gitarren von Jan Fedder unterwegs waren. Wie die Männer in den Besitz der Instrumente kamen, ist unklar. Auch Fedders Witwe wurde eingeschaltet.

Die zwei Gestalten kamen den Streifenbeamten seltsam vor: Am Freitagmorgen hielt die Polizei in Hamburg in der Nähe der Vergnügungsmeile Reeperbahn zwei Männer an, die mit Gitarren unterm Arm unterwegs waren. Widmungen auf den Instrumenten führten zum Ergebnis: Sie gehörten Jan Fedder.

Unter anderem seien auf den Gitarren die Unterschriften von Scooter-Frontmann H.P. Baxxter und Musiker Uli Salm gewesen. Das berichtet die "Bild am Sonntag". Daraufhin hätten die Beamten Verstärkung hinzugerufen und die Gitarren genauer untersucht. Eine Widmung zum Geburtstag eines "Jan" führte schließlich zum ehemaligen Besitzer Jan Fedder.

Schnell kam der Verdacht auf, dass es sich um Diebesgut handeln könnte. Die Polizei kontaktiere die Witwe Jan Fedders, Marion. Gemeinsam untersuchten sie die ehemalige Wohnung des Schauspielers, dort fanden sich allerdings keine Einbruchsspuren. Ob die Gitarren aus dem Haus Fedders im schleswig-holsteinischen Ecklak stammen könnten, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Nach Angaben der Zeitung handele es sich bei den beiden Männern um bereits bekannte Täter. Wie sie an die Gitarren kamen, ist unklar. Sie wurden aufgrund mangelnder Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen wegen Diebstahl und / oder Unterschlagung laufen. Welchen Wert die Gitarren haben, ist nicht bekannt.

Jan Fedder als Hamburger Original verehrt

Jan Fedder verstarb am 30. Dezember 2019 in Hamburg. Die Trauerfeier für den ehemaligen "Großstadtrevier"-Schauspieler fand im Januar unter großer öffentlicher Anteilnahme statt. Der Leichnam des 64-Jährige wurde unter großem Geleit noch einmal über seinen Kiez in St. Pauli gefahren, wo die Menschen Abschied nehmen konnten. Anschließend wurde er im engsten Familienkreis auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt.

Fedders Grab hat sich inzwischen zu einer Pilgerstätte für Fans entwickelt. Da immer wieder Menschen auch leere Bierdosen - offenbar als Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem Hamburger Original - dort abstellten, ließ seine Witwe Marion Fedder einen Zaun errichten. Das Grab ist dennoch weiterhin öffentlich zugänglich.

Quelle: "Bild am Sonntag"

mai

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