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Langjährige Verlobung Japans Prinzessin Mako gibt für die Liebe Titel und Reichtum auf – Hochzeit könnte kurz bevorstehen

Prinzessin Mako und ihr Verlobter Kei Komuro
Prinzessin Mako (r.) und Kei Komuro bei der Bekanntgabe ihrer Verlobung 2017
© Shizuo Kambayashi/AP / DPA
Die japanische Prinzessin Mako möchte ihren bürgerlichen Verlobten heiraten – doch dagegen gibt es in der konservativen Gesellschaft Widerstand. Die Prinzessin sagt sich deshalb vom kaiserlichen Hof los.

Es klingt wie ein altes Märchen oder ein klassischer Liebesfilm: Die japanische Prinzessin Mako liebt einen Bürgerlichen. Die 29-jährige Nichte von Kaiser Naruhito lernte den gleichaltrigen Kei Komuro während ihres Studiums kennen, seit Jahren schon sind die beiden verlobt. Doch die Vorschriften und Traditionen erlauben ihr nicht, einen Mann unter ihrem Stand zu heiraten.

So wird die Prinzessin aller Voraussicht nach ihren Titel aufgeben und die kaiserliche Familie verlassen, um ihren Verlobten heiraten zu können. Und damit nicht genug: Laut Medienberichten lehnt sie auch eine Summe von umgerechnet mehr als einer Million Dollar ab, die die japanische Regierung ihr zahlen wollte. Das Geld war als einmalige finanzielle Unterstützung für die Hochzeit geplant – wie es heißt, "um die Würde einer Person zu wahren, die einst Mitglied der kaiserlichen Familie war".

Japan: Prinzessin Mako verzichtet auf Geld

Mit dem Verzicht reagiert Mako offenbar auf anhaltende Kritik an ihrem Verlobten und seinen finanziellen Verhältnissen. Das Paar hatte bereits 2018 heiraten wollen, damals wurde die Hochzeit aber kurzfristig abgesagt, weil bekannt wurde, dass die Mutter ihres Verlobten Schulden hatte. Das allein gilt in der erzkonservativen japanischen Gesellschaft schon als Problem – erst recht, wenn dadurch auch noch der Verdacht entsteht, Steuergelder könnten indirekt für die finanziellen Schwierigkeiten von Privatpersonen verwendet werden.

Mittlerweile hat Makos Verlobter Komuro sein Anwaltsstudium in den USA beendet und ist finanziell unabhängig. Damit dürfte der Weg für die Hochzeit zwischen Prinzessin und Bürgerlichem nun endlich frei sein. Es wird damit gerechnet, dass das Paar schon in den nächsten Tagen oder Wochen einen kurzfristigen Hochzeitstermin bekanntgibt. Laut japanischen Berichten würde die Trauung im kleinen Kreis dann noch in diesem Jahr stattfinden.

Kei Komuro kehrt nach Japan zurück

Der japanische öffentlich-rechtliche Rundfunksender NHK meldete bereits, dass Komuro aus New York nach Japan aufgebrochen sei und damit erstmals nach drei Jahren wieder in seine Heimat zurückkehrt. Bevor Komuro und Mako sich wiedersehen können, muss der 29-Jährige allerdings erst einmal 14 Tage in Quarantäne verbringen. Wie der japanischen Royal-Berichterstattung zu entnehmen ist, könnte das Paar sich nach der Hochzeit in den USA ein neues, gemeinsames Leben aufbauen – ohne die Zwänge der Traditionen am kaiserlichen Hof.

Quellen: "Daily Mail" / NHK

epp

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