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Nach Nacktfotoklau: Jennifer Lawrence spricht von sexuellem Missbrauch

Sie macht ihrem Unmut Luft: Jennifer Lawrence hat sich zum Nacktfotoskandal geäußert. Sie vergleicht die Tat mit "sexuellem Missbrauch" und fordert eine Gesetzesverschärfung. "Es ist so widerlich."

Jennifer Lawrence hat die Veröffentlichung ihrer gestohlenen Nacktfotos als sexuellen Missbrauch bezeichnet. "Es ist so widerlich. Das Gesetz muss dafür geändert werden, und auch wir müssen uns ändern. Man muss diese Webseiten zur Rechenschaft ziehen", sagte sie der Zeitschrift "Vanity Fair".

Hacker hatten Tausende private Bilder, auch Nacktaufnahmen, von Prominenten aus Cloud-Diensten gestohlen und in den vergangenen Wochen veröffentlicht. Lawrence ("Silver Linings", "The Hunger Games") gehörte zu den ersten Opfern.

"Nur, weil ich in der Öffentlichkeit stehe, nur weil ich Schauspielerin bin, heißt nicht, dass ich so etwas will", sagte die 24-Jährige. "Es ist mein Körper, und es muss meine Entscheidung sein. Und die Tatsache, dass es das nicht war, ist einfach widerlich. Ich kann nicht glauben, dass wir in solch einer Welt leben."

Von den Tätern fehlt bislang jede Spur

Sie fühle sich "jenseits der Menschlichkeit": "Allein schon, dass jemand sexuell ausgebeutet und so verletzt werden kann. Und dann ist das erste, an das irgendeiner denkt, daraus auch noch Profit zu schlagen. Das ist jenseits meiner Vorstellungskraft. (...) Ich kann mir nicht vorstellen, wie man so taktlos und gedankenlos und innerlich leer sein kann", wetterte Lawrence.

Obwohl das FBI eine Fahnung eingeleitet hat, fehlt von den Hackern bislang jede Spur. Am vergangenen Wochenende wurden erneut Nacktbilder von Prominenten ins Netz gestellt. Dieses Mal traf es zum ersten Mal einen Mann: Nick Hogan, den Sohn von Wrestler Hulk Hogan.

mai/DPA / DPA