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Richterin bestätigt Urteil Jetzt ganz offiziell: Amber Heard muss Johnny Depp zehn Millionen Dollar zahlen

Die Schauspielerin Amber Heard beim Prozess gegen Johnny Depp
Die Schauspielerin Amber Heard will Berufung gegen das Urteil einlegen
© Evelyn Hockstein / AFP
Die Anwälte von Amber Heard versuchten noch, eine Einigung zu erzielen, um die Summe zu verringern. Doch sie scheiterten. Jetzt ist es offiziell: Die Schauspielerin muss ihrem Ex Johnny Depp 10,35 Millionen Dollar zahlen.

Amber Heard muss Johnny Depp offiziell 10,35 Millionen Dollar zahlen, weil sie seinen Ruf geschädigt hat, indem sie sich in einem von ihr verfassten Artikel als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnet hat. Am Freitag machte Richterin Penney Azcarate den Schiedsspruch der Jury offiziell, indem sie nach einer kurzen Anhörung in Virginia eine Urteilsverfügung ins Gerichtsprotokoll eintrug.

Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, ordnete sie zudem an, dass Depp zwei Millionen Dollar an Heard zu zahlen hat – den Betrag, den die Geschworenen der Schauspielerin für ihre Gegenklage wegen Verleumdung durch einen der Anwälte ihres Ex-Mannes zugesprochen hatten. 

Wie die "Daily Mail" berichtet, haben es die Anwälte von Johnny Depp und Amber Heard nicht geschafft, in letzter Minute eine Einigung zu erzielen, mit der die Schadensersatzforderung hätte reduziert werden können. Dies könnte nun ein kostspieliges und langwieriges Berufungsverfahren nach sich ziehen. In drei Wochen wird der Fall an das Berufungsgericht von Virginia weitergeleitet. In dieser Zeit haben beide Parteien 30 Tage Zeit, um eine Berufung einzureichen. 

Jury entschied gegen Amber Heard

Die Anordnung war eine Formalität, nachdem die Geschworenen am 1. Juni ihr Urteil verkündet hatten und Depp nach einem aufsehenerregenden Prozess, in dem das Paar während eines im Fernsehen übertragenen Prozesses, reißerische Details über ihre kurze Ehe enthüllte, weitgehend Recht gegeben wurde.

Depp hatte seine Ex-Frau Heard wegen eines Meinungsartikels verklagt, den sie im Dezember 2018 in der Washington Post geschrieben hatte und in dem sie sich als "öffentliche Figur, die häuslichen Missbrauch repräsentiert" bezeichnete. Die Geschworenen gaben Depp in allen drei Fällen Recht, in denen es um bestimmte Aussagen in dem Artikel von 2018 ging.

Amber Heard kündigte Berufung an

Die Geschworenen befanden, dass Depp zehn Millionen Dollar Schadensersatz und fünf Millionen Dollar Strafschadensersatz erhalten sollte, aber der Richter reduzierte den Strafschadensersatz aufgrund einer staatlichen Obergrenze auf 350.000 Dollar.

Heard hatte angekündigt, dass sie gegen das Urteil Berufung einlegen will. Eine dem "Aquaman"-Star nahestehende Quelle behauptete, die 36-jährige Schauspielerin sei "pleite", sie "betrachte ihre Karriere in Hollywood als beendet" und habe nach ein paar katastrophalen Monaten "nichts zu verlieren". 

Über ihren Anwalt gab Heard zu, dass sie sich die 8,3 Millionen Dollar Schadenersatz, die Depp zugesprochen wurden, nicht leisten kann.

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Während der Anhörung am Freitag sagte die Richterin, dass Heard, falls sie Berufung einlege, eine Kaution in Höhe des vollen Betrags von 10,35 Millionen Dollar hinterlegen müsse, solange die Berufung anhängig ist – eine gängige Praxis. 

Quellen:  Associated Press, "Daily Mail"

jek

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