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Judith Holofernes: Werben für die "Bild"-Zeitung? - "Ich glaube, es hackt!"

Die Antwort war deutlich: Die deutsche Popgruppe Wir sind Helden hat es abgeleht, für die "Bild"-Zeitung zu werben. Die gepfefferte Absage stellte Sängerin Judith Holofernes öffentlich ins Netz.

So eine ehrliche Antwort hatten die Damen und Herren der Werbeagentur Jung von Matt wohl nicht erwartet: Für ihre "Bild"-Testimonial-Kampagne wollten sie Judith Holofernes, Sängerin der Popgruppe "Wir sind Helden", für ein Statement gewinnen. Doch die lehnte rundheraus ab - und veröffentlichte ein gepfeffertes Antwortschreiben auf ihrer Homepage.

"Ich glaub, es hackt", ließ Holofernes in dem Schreiben ihrer Wut freie Luft. Selten habe eine Werbekampagne so geschickt mit der Dummheit auf allen Seiten gespielt, so die Sängerin.

Ihre Ablehnung begründete die Sängerin damit, dass es egal sei, ob jemand eine positive oder negative Meinung zur Schau stelle. Letztlich profitiere allein die "Bild"-Zeitung davon, die Holofernes als "gefährliches politisches Instrument" bewertete, "das Deutschland nicht beschreibt, sondern macht."

In der Werbekampagne der "Bild" kommen Prominente wie Veronica Ferres, Thomas Gottschalk, Philipp Lahm, Richard von Weizsäcker und Mario Barth zu Wort. Sie sollen ihre ehrliche Meinung zur "Bild"-Zeitung kundtun. Anstelle einer Vergütung für diese so genannten "Testimonials" spendet die "Bild" jeweils 10.000 Euro für einen guten Zweck.

jwi
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