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Justin Biebers Weihnachtsalbum "Mistletoe": Haarscharf vorbei am Tinnitus

Der süße Justin Bieber hat eine süßliche Weihnachts-CD gemacht, die an diesem Freitag herauskommt. stern.de hat reingehört - und ist dem Tinnitus nur knapp entgangen.

Von Sarah Stendel

Wenn in Ihrer Familie noch jemand Clearasil benutzt und die "Bravo" liest, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie sich bald mit "Under the Mistletoe" auseinandersetzen müssen. Die Weihnachts-CD von Teenieschwarm Justin Bieber führt bereits jetzt die iTunes-Charts an, die erste Singleauskopplung war schon im Oktober ein Hit und bis zum Heiligabend wird Bieber bestimmt noch das ein oder andere besonders cremige Video dazu veröffentlichen. Am 4. November, also an diesem Freitag, kommt das Album offiziell in Deutschland raus. stern.de hat reingehört - und nennt Ihnen fünf Gründe, warum Sie in Zukunft zusammenzucken werden, wenn Sie auch nur an einen "Mistelzweig" denken.

1. Mariah Carey.

Justin Bieber hat sich die singende Drohne Carey an seine Seite geholt und und covert mit ihr gnadenlos "All I want for christmas". Das aber so uninspiriert und wenig originell, dass man das Gefühl bekommt, die beiden hätten den Hit bei der letzten Weihnachtsfeier nach zu viel Glühwein vor der Karaokemaschine aufgenommen.

2. Das Cover.

Bieber - schwarze Lederjacke, hochgestellter Kragen, uiiih - ruft auf dem Cover wenig besinnliche Assoziationen mit Michael Jacksons "Bad"-Album hervor. Der Junge blinzelt wie ein verschrecktes Reh in die Kamera, ein Namensschriftzug in billigen Glitzerfarben macht das Foto zum finalen 80er-Jahre-Schreck. Richtig gruselig: Bei "Santa Claus is coming to town" schafft es Bieber irgendwie, den Jackson-5-Hit "I want you back" in den Hintergrund zu mischen.

3. Schlechte Reime.

Bieber ist sich nicht zu schade, abgegriffene Winterschlagwörter wie "snow" und "mistletoe" zu reimen. Und auch mal "tree" auf "me". Und dann wieder "snow" auf "mistletoe". Da hilft auch Busta Rhymes nicht mehr, der zwischendurch engagiert von seinem "Homie Bieber" und "Twitter" rappt.

4. Biebers Stimmbruch.

Laut seinem Manager ist es Biebers erstes Album nach dem Stimmbruch. Laut Bieber ist es sein bestes Album bisher. Laut einer nicht repräsentativen Zuhörer-Umfrage hätte ein wenig mehr Kindchenstimme geholfen, das Ganze auch ohne Opas Selbstgebrannten zu ertragen.

5. Nochmal Mariah Carey.

Stellen Sie sich kurz Bieber und Carey vor, die Üppige und der Bubi, wie sie Hand in Hand ein sentimentales, weihnachtsglückbesoffenes Paar imitieren. Und nun versuchen Sie das Bild wieder aus dem Kopf zu bekommen. Klappt nicht.