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"It's gonna be may" Streit um berühmtes Justin-Timberlake-Meme: Was dahinter steckt

Britney Spears, Justin Timberlake
Britney Spears und Justin Timberlake waren Anfang der Nullerjahre ein Paar.
© Ipol Barry king/ / Picture Alliance
Jedes Jahr kurz vor dem ersten Mai macht ein Meme von Justin Timberlake im Netz die Runde. Doch jetzt halten Fans von Britney Spears dagegen - und bieten eine witzige Alternative.

Es ist ein Gag, gefühlt so alt wie das Internet: Jedes Jahr am letzten Tag im April macht im Netz ein Meme von Justin Timberlake die Runde. Das Foto zeigt ihn in einem Musikvideo von N'Sync, er singt darin "Tomorrow it's gonna be me". Weil Timberlake das Wort "Me" aber wie "May", also "Mai" ausspricht, steht die Zeile "Es wird Mai" darunter. Tausende Fans teilen das Bild traditionell zum 1. Mai seit es 2012 zum ersten Mal auftauchte. Doch dieses Jahr gibt es Gegenwind.

"Ich hasse Justin Timberlake, deshalb habe ich das hier gemacht, um das dumme 'Es wird Mai'-Meme zu ersetzen. Gern geschehen", schrieb die Komikerin Cathy Humes auf Twitter und postete eine Alternative - und zwar ausgerechnet mit Timberlakes Ex Britney Spears.

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Justin Timberlake steht in der Kritik 

Diese singt in ihrem Hit "Oops, I did it again" die Zeile "Just so typically me" ("Das ist typisch für mich"), die sich ebenfalls leicht in ein Mai-Wortspiel abwandeln lässt. "Typisch Mai" heißt es jetzt also unter dem Bild, das auf Twitter starke Reaktionen hervorrief. Zahlreiche Timberlake-Fans beschwerten sich darüber, während die Fans von Britney Spears diese verteidigten und gegen Timberlake schossen. Denn der Sänger steht momentan in der Kritik.

Auslöser war die Doku "Framing Britney Spears" der NYTimes, die ein schlechtes Licht auf Timberlake und seinen Umgang mit Frauen warf. Vor allem die Art und Weise, wie er Britney Spears nach der Trennung in den Medien darstellte und für seine Karriere nutzte, sorgte für Unmut. Timberlake entschuldigte sich schließlich öffentlich, sagte, er wolle nicht länger von Sexismus profitieren, er habe versagt. Übrigens nicht nur bei Britney Spears, sondern auch bei Janet Jackson, die nach dem berühmten "Nippel-Gate" beim Superbowl lange Zeit nicht mehr auftreten konnte - Timberlake hingegen schon. Doch das reicht vielen Spears-Fans offensichtlich nicht, wie der Streit unter dem neuen Mai-Meme zeigt.

Humes, die den Britney-Tweet ins Leben rief, hielt sich jedoch aus der Sache raus. "Ich schließe diesen Thread jetzt, denn ich kann nicht wie in der sechsten Klasse den ganzen Tag über Justin Timberlake streiten. Aber folgt mir gern!", schrieb sie. Timberlake selbst kümmerte sich unterdessen um das Original-Meme und bedankte sich auf Twitter bei der Frau, die das Ganze auf Tumblr 2012 ins Leben rief. "Guck mal, was du losgetreten hast", schrieb er an Kiana Davis, die damals mit einem Timberlake-Foto und dem Spruch auf  ihrem Kalender den Monatsanfang markierte. Einer Frau, von deren Kreativität er seit Jahren profitiert endlich öffentlich Anerkennung geben - scheint ganz so, als habe Justin Timberlake wirklich etwas gelernt.

sst

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