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Madeleine Alizadeh: Das hilft der Influencerin beim Abschalten

Heute erscheint Madeleine Alizadehs Buch "Starkes weiches Herz". Welche Bücher ihr Leben geprägt haben, verrät die Influencerin hier.

Madeleine Alizadeh ist seit 2010 als DariaDaria im Netz unterwegs - und inzwischen gefragte Influencerin, Podcasterin und Akti

Madeleine Alizadeh ist seit 2010 als DariaDaria im Netz unterwegs - und inzwischen gefragte Influencerin, Podcasterin und Aktivistin

Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und Selbstliebe: Diese drei Themen stehen bei Madeleine Alizadeh (30) alias DariaDaria im Fokus. Nun veröffentlicht die Influencerin aus Wien ihr erstes Buch namens "Starkes weiches Herz. Wie Mut und Liebe unsere Welt verändern können" (erscheint am 30. August im Ullstein Verlag, 224 Seiten, 18 Euro). Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verrät die 30-Jährige, welche Bücher ihr Leben beeinflusst haben, was ihr dabei hilft abzuschalten und warum Schreiben wie Therapie ist.

Warum haben Sie sich für den Titel "Starkes weiches Herz" entschieden?

Madeleine Alizadeh: Ich habe nach den richtigen Worten, die das Buch beschreiben, gesucht und gefunden. Stark und weich sind die Qualitäten, die ich mir von Aktivist_innen, Politiker_innen und Menschen wünsche und schätze.

Warum sind Mut und Liebe wichtige Werte, wenn es darum geht, die Welt Stück für Stück besser zu machen?

Alizadeh: Ich denke, Liebe ist die Basis und Mut das Werkzeug, das es braucht, um die Liebe zu verbreiten. Davon können wir alle profitieren.

Was war die größte Herausforderung daran, ein Buch zu schreiben?

Alizadeh: Es gab eigentlich keine großen Herausforderungen. Natürlich ist der Prozess groß und aufwendig, aber ich habe es geliebt und genossen, das Buch zu schreiben. Es war regelrecht therapeutisch für mich!

Sie haben Ihr Buch Ihrer Mutter, Ihrer Oma und Ihrer Hündin Mala gewidmet. Aus welchen Beweggründen?

Alizadeh: Ich wollte das Buch den starken, weichen Frauen in meinem Leben widmen. Das sind die drei.

Sie lassen in "Starkes weiches Herz" viele persönliche Erkenntnisse miteinfließen. Was war die wichtigste Erkenntnis, die Sie 2019 hatten?

Alizadeh: Ich habe wieder einmal festgestellt, dass ich nicht alles auf einmal machen kann. Dass ich nicht von allen geliebt werden muss und dass man manchmal nicht mehr als sein Bestes geben kann.

Sie teilen mit den Lesern viele Strategien, um in schwierigen Situationen zurecht zu kommen. Welche Strategie nutzen Sie bevorzugt, um bewusst zu entschleunigen?

Alizadeh: Mein Handy muss physisch weg, wenn ich abschalten will. Also abgedreht oder weggeräumt. Außerdem versuche ich fast täglich, wenn manchmal auch nur eine Minute, zu meditieren. Das hilft mir und meinem vegetativen Nervensystem.

Ist Instagram für Sie Fluch und Segen zugleich?

Alizadeh: Ja!

Warum vergleichen wir uns ständig mit anderen? Welche Tipps haben Sie dagegen?

Alizadeh: Natürlich schauen wir immer, was unsere Nachbar_in macht. Das ist normal und menschlich. Schwierig wird es, wenn wir eigene Erwartungen an die Wahrnehmung anderer knüpfen. Ich glaube es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass das Gras immer auf der anderen Seite grüner ist, solange man sich nicht selbst um den Rasen kümmern muss.

Sie schreiben unter anderem: "Perfektionismus ist die Epidemie des 21. Jahrhunderts". Wie gebieten Sie Ihrem persönlichen Perfektionismus Einhalt?

Alizadeh: Ich versuche mich immer wieder an meine Menschlichkeit, Fehlbarkeit, Unzulänglichkeit zu erinnern. Perfektionismus wird ja oft als eine positive Eigenschaft gewertet, dabei ist es eine durchwegs negative, isolierende und schwerwiegende Eigenschaft, die einen nicht weiterbringt, sondern aufhält.

Sie erzählen offen über Ihren Burn-Out und Ihre Therapie-Erfahrungen. Warum müssen solche Themen enttabuisiert werden?

Alizadeh: Eine mentale Krankheit oder psychisches Problem ist so normal wie ein Beinbruch oder eine Mandelentzündung. Wir müssen aufhören auf Eierschalen zu laufen, wenn es um Themen wie Therapie geht.

Sie berichten davon, als Kind von Ihrer Kinderfrau geschlagen worden zu sein. Wie gehen Sie heute mit negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit um?

Alizadeh: An diese konkrete Erfahrung erinnere ich mich nicht, weil ich da noch ganz klein war. Mich belasten eher die Vorwürfe, die meine Mutter sich bis heute diesbezüglich macht. Sie war alleinerziehend und hat einer fremden Frau ihr Kind anvertraut, um festzustellen, dass dieses Vertrauen missbraucht wurde. Da fühle ich mit ihr viel mehr als mit mir.

Sie schreiben, dass Sie nah am Wasser gebaut sind. Wann sind Ihnen das letzte Mal die Tränen gekommen?

Alizadeh: Gestern, als ich eine unfassbar liebe Nachricht einer Leserin bekommen habe.

Wie sieht ein perfekter Tag für Sie aus?

Alizadeh: Ein Tag, an dem ich nicht mega gestresst aufwache, das Gefühl habe, mein Arbeitspensum ohne großen Druck erfüllen zu können, ein Tag, an dem ich gesund und von lieben Menschen umgeben bin.

Welche Bücher haben Ihr Leben verändert?

Alizadeh: Alle Bücher von Brené Brown!

SpotOnNews
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