VG-Wort Pixel

"Archetypes" "Narzisstisches Geschwätz": Vernichtende Kritiken für Herzogin Meghans neuen Podcast

Herzogin Meghan
Herzogin Meghan lädt in ihrem Podcast "Archetypes" regelmäßig Stargäste ein
© Mark Large/Daily Mail/PA Wire / DPA
Am Dienstag ist Meghan Markles Podcast "Archetypes" an den Start gegangen. Erster Stargast: Tennisikone Serena Williams. Die Kritiken zum Spotify-Projekt sind allerdings durchwachsen. 

Als Herzogin und ehemaliger Schauspielerin ist die Bühne, die Herzogin Meghan für sich beanspruchen kann, auch ohne eigenen Podcast groß. Und doch erfüllt sich Herzogin Meghan mit ihrem neuen Talk-Projekt "Archetypes" einen Wunsch. Dort kann sie selbst sprechen, während meistens andere über sie sprechen.

Podcast von Meghan Markle: Stimme wiedergefunden

Oder wie US-Autor und Meghans Freund Omid Scobie es beschreibt: "Einst von der Institution zum Schweigen gebracht, hat Meghan endlich ihre Stimme zurück. Eine Stimme, die denjenigen, die ihr vor dem Treffen mit Harry gefolgt sind, sehr vertraut sein wird. Dieses Mal hat sie jedoch eine ganze Bewegung mitgebracht."

Die Erwartungen vor dem Start von "Archetypes" waren groß. Doch wie sehen die Reaktionen aus? Schaut man sich Rezensionen an heißt die Antwort: durchwachsen. "The Times"-Autor James Marriott nennt ihn "eine geschmackvoll vertonte Parade von Banalitäten, Absurditäten und selbstverherrlichenden kalifornischen Plattitüden". Man habe "bei all der klimpernden Musik und den faden Gesprächen (...) das Gefühl, in den Entspannungsraum eines Wellness-Spa mit einem ungewöhnlich selbstverliebten Yogalehrer gesperrt worden zu sein", schreibt er. Ebenfalls in der "Times" nannte Kritikerin Hilary Rose den Inhalt "reines, narzisstisches Geschwätz".

Vernichtende Kritiken in England

Auch die Kritik in der Londoner Zeitung "The Spectator" ist ein Verriss. "Der erste Gast ist Serena Williams, aber Tennisfans, die einschalten, könnten ein wenig enttäuscht sein. In der Sendung geht es eigentlich nur um Meghan, denn es dauert elf Minuten, bis Serena überhaupt zu Wort kommt. Kaum zu glauben, dass 28 Personen, darunter acht ausführende Produzenten, an der Produktion dieser Folge beteiligt waren", heißt es dort. 

Bei "Good Morning Britain" regte sich Ella Whelan darüber auf, dass Meghan und Serena Williams darüber klagten, Karriere und Kind unter einen Hut zu bekommen. Das wirke wie "eine Art berufstätiger Mittelklasse-Feminismus (...), der darüber jammert, nicht genug gefeiert zu werden". Vor allem in England hielt sich die Begeisterung über Meghans Podcast in Grenzen. 

In den USA war man derweil etwas diplomatischer. Die "Los Angeles Times" schrieb, Meghan und Williams seien zwei Mütter, die sich ehrlich austauschen. "Forbes" hingegen nannte die erste Folge ein "Liebesfest" ohne "viele Informationen oder Einsichten". In der nächsten Folge von "Archetypes" spricht die Herzogin mit Mariah Carey. Insgesamt zwölf Folgen wird es geben und "Archetypes" erscheint wöchentlich auf Spotify. 

Quellen: "The Times""The Times" / "Spectator" / "Los Angeles Times" / "Forbes"

+++ Lesen Sie auch +++

"Schlecht gereimte Kabeljau-Predigten": Meghans Kinderbuch floppt bei Kritikern

ls

Mehr zum Thema

Newsticker