Mel Gibson "Völlig die Kontrolle verloren"


Der Schauspieler und langjährige Alkoholiker Mel Gibson wurde nicht nur rückfällig und raste mit 1,2 Promille in eine Polizeikontrolle. Er pöbelte den Polizisten auch noch mit antisemitischen Äußerungen an.

Hollywoodstar Mel Gibson (50) ist nach seiner Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer voller Reue. Der Oscar-Preisträger ("Braveheart") war am frühen Freitag in Malibu auf dem kalifornischen Küstenhighway 1 gestoppt worden und der Polizei gegenüber ausfällig geworden. In der Fernsehsendung "Access Hollywood" gab er am Sonntagabend zu: "Ich habe wie jemand gehandelt, der völlig die Kontrolle verloren hat." Er schäme sich zutiefst für alles, was er gesagt habe, sagte Gibson kleinlaut.

In Internetberichten hieß es, der Schauspieler und Regisseur habe bei seiner Festnahme antisemitische Äußerungen gemacht. Die Webseite www.tmz.com veröffentlichte einen angeblichen Polizeibericht. Ihm zufolge habe Gibson auf Juden geschimpft und gesagt, "die Juden sind für alle Kriege in der Welt verantwortlich". Das zuständige Polizeirevier bestätigte den Bericht nicht. Gibsons Jesus-Film "Passion" war vor zwei Jahren von jüdischen Verbänden als antisemitisch kritisiert worden.

Alkohol am Steuer - das wird teuer

In der Fernsehsendung räumte Gibson auch ein, schon seit Jahrzehnten gegen Alkoholismus zu kämpfen. Er bedaure seinen Rückfall und die "verachtenswerten" Bemerkungen bei seiner Festnahme zutiefst. Auf dem im Internet zirkulierenden Strafzettel ist zu sehen, dass Gibson morgens um 2.36 Uhr von der Streife angehalten wurde. Er fuhr nach Polizeiangaben fast doppelt so schnell wie erlaubt und hatte 1,2 Promille Alkohol im Blut.

Der Star verbrachte mehrere Stunden auf einer Polizeiwache, durfte aber nach Zahlung einer Kaution in Höhe von 5000 Dollar wieder nach Hause gehen. Der Australier lebt mit seiner Familie in Malibu. Sein neuer Film "Apocalypto" über den Untergang einer Maya-Kultur soll im Dezember in die Kinos kommen.

DPA DPA

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