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First Lady Melania Trump gestaltet den Rosengarten des Weißen Hauses um – viele Amerikaner sind entsetzt

Rosengarten des Weißen Hauses
Der Rosengarten des Weißen Hauses nach der Umgestaltung durch First Lady Melania Trump
© Susan Walsh / Picture Alliance
Die von Melania Trump angekündigte Renovierung des Rosengarten ist abgeschlossen und sorgt prompt für Kritik. Manche vergleichen das neue Erscheinungsbild des Gartens sogar mit einem Friedhof.

38 Meter lang, 18 Meter breit – der Rosengarten des Weißen Hauses ist die repräsentative grüne Oase im Zentrum der Macht. Direkt vor dem Oval Office, dem Sitz des US-Präsidenten, wurde er 1913 von Ellen Wilson, der Ehefrau von Woodrow Wilson angelegt, seitdem obliegt seine Gestaltung traditionell der First Lady. Die Präsidenten halten dort gern Pressekonferenzen oder ungezwungene Treffen ab.

Melania Trump, die Frau von Präsident Donald Trump, hatte vor einigen Wochen angekündigt, den Rosengarten wie schon einige ihrer Vorgängerinnen nach ihren Vorstellungen umdekorieren zu wollen. Nun hat die First Lady das Ergebnis der Renovierungen vorgestellt. Auf Twitter veröffentlichte sie einige Bilder und bedankte sich bei allen Helfern. Die neue Gestaltung stieß bei vielen US-Amerikanern und Twitter-Usern jedoch auf Entsetzen: Melania Trump hat viele charakteristische Elemente des Gartens entfernen lassen.

Melania Trumps Rosengarten: "Wie ein Friedhof"

So sind beispielsweise die Kirschblütenbäume, die den Garten umrahmt hatten, verschwunden – und Rosen sind auch keine zu sehen. Die erste Neugestaltung des Gartens seit 1961 während der Amtszeit von John F. Kennedy ist für viele Bürger jetzt schon ein Flop. Auf Twitter vergleichen User das neue Erschinungsbild des Rosengartens mit einem Parkplatz oder gar einem Friedhof und kritisieren die wenig einladende Atmosphäre.

"Schade, Melania hat aus etwas Schönem etwas Kaltes, Farbloses und Langweiliges gemacht", schrieb jemand. Eine andere Userin fragt: "Was ist los mit Melania?" Immer wieder taucht der Vorwurf auf, die First Lady der Vereinigten Staaten habe den Garten mit der Renovierung "ruiniert".

Ärger über Renovierung während der Wirtschaftskrise

Schon die Ankündigung des Umbaus hatte in den den USA für Unmut gesorgt. Jahrzehntelange Nutzung und notwendige Anpassungen für eine "moderne Präsidentschaft" hätten von dem Garten ihren Tribut gefordert, erklärte das Büro der First Lady. Viele Bürger hielten es dagegen für unangemessen, mitten in einer Pandemie und schweren Wirtschaftskrise viel Geld für die Gestaltung des Gartens am Weißen Haus auszugeben.

Melania Trump ließ dem Rosengarten nun eine verbesserte Infrastruktur, ein besseres Entwässerungssystem und eine "gesündere Umwelt" für die Pflanzen verleihen, um Pflanzenkrankheiten vorzubeugen. Der Rosengarten sei zudem behindertengerecht gestaltet und besser für Fernsehübertragungen ausgestattet worden, teilte ihr Büro mit.

US-Präsident Donald Trump hatten den Garten vor allem während der Corona-Pandemie regelmäßig für Pressekonferenzen genutzt, da sich dort die Social-Distancing-Maßnahmen besser umsetzen ließen als in den herkömmlichen Presseräumen. Und auch im Wahlkampf soll der neu gestaltete Garten eine Rolle spielen – nicht zufällig wird er rechtzeitig zum Parteitag der Republikaner fertig. Melania Trump soll laut Medienberichten von dort aus eine Rede halten.

Quelle:Twitter / Melania Trump auf Twitter / CNN

epp / mit AFP

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