Melania und Donald Trump
Schüsse bei Galadinner - Verdächtiger gefasst

Donald Trump und Melania Trump beim Dinner der White House Correspondents' Association in Washington, DC, bevor Trump nach dem
Donald Trump und Melania Trump beim Dinner der White House Correspondents' Association in Washington, DC, bevor Trump nach dem Sicherheitsvorfall abrupt von der Bühne geführt wurde.
© action press / MediaPunch / BACKGRID

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Beim Korrespondentendinner in Washington fielen Schüsse. Trump wurde evakuiert, ein Secret-Service-Agent verletzt, der Verdächtige gefasst.

Dramatische Szenen am Samstagabend in der US-Hauptstadt: Beim traditionellen White House Correspondents' Dinner (Dt. Korrespondentendinner) im Washington Hilton war ein bewaffneter Mann auf einen Sicherheitskontrollpunkt zu gerannt und hatte mehrere Schüsse abgegeben. US-Präsident Donald Trump (79), First Lady Melania Trump (55) und Vizepräsident JD Vance (41) wurden umgehend vom Secret Service aus dem Saal eskortiert. Wenige Minuten zuvor hatte die Veranstaltung begonnen, an der laut "Tagesschau" rund 2.600 Gäste teilnahmen.

Wie die Bürgermeisterin von Washington D.C., Muriel Bowser, dem "People"-Magazin mitteilte, fielen die Schüsse gegen 20:36 Uhr Ortszeit. Ein Beamter des Secret Service wurde dabei getroffen, blieb jedoch unverletzt - seine kugelsichere Weste rettete ihm demnach das Leben. Bei einer kurz darauf einberufenen Pressekonferenz im Weißen Haus bestätigte Trump, persönlich mit dem Mitarbeiter telefoniert zu haben. Dem Agenten gehe es den Umständen entsprechend gut.

Verdächtiger trug Schrotflinte, Pistole und Messer bei sich

Der Polizeichef der Metropolitan Police, Jeffrey Carroll, schilderte den Ablauf vor Reportern. Der Angreifer geriet demnach beim Versuch, in den Saal zu gelangen, in eine Auseinandersetzung am Sicherheitspunkt und eröffnete das Feuer. Ein Polizist erwiderte die Schüsse, der Mann wurde überwältigt, zu Boden gebracht und in Handschellen abgeführt. Bei sich trug er nach Angaben der Behörden eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe sowie mehrere Messer.

Wie der britische Sender "Sky News" berichtet, identifizierten die US-Behörden den Festgenommenen als C. Allen aus Torrance im US-Bundesstaat Kalifornien. Der 31-Jährige sei polizeilich bislang nicht in Erscheinung getreten und den Sicherheitsbehörden nicht bekannt gewesen. Vermutlich habe der Mann als Hotelgast im Washington Hilton gewohnt, sein Zimmer sei inzwischen versiegelt worden, so Carroll. Die Bundesstaatsanwältin Jeanine Pirro gab bekannt, dass gegen Allen Anklage wegen Waffendelikten und tätlichen Angriffs erhoben wurde.

Trump spricht von einem "Einzelgänger"

Wie das US-Magazin "People" weiter berichtet, veröffentlichte der Präsident kurz nach dem Vorfall auf seiner Plattform Truth Social ein Video sowie ein Foto, das den am Boden liegenden, gefesselten Verdächtigen zeigen soll. In der Pressekonferenz bezeichnete Trump den Mann als "kranke Person" und "Einzelgänger". Ob er selbst das Ziel des Angriffs gewesen sei, könne er nicht sagen - er habe sich noch in größerer Entfernung befunden. Das Motiv des mutmaßlichen Schützen ist bislang ungeklärt.

Das Hotel hat eine besondere Geschichte: Vor dem Washington Hilton war im März 1981 der damalige Präsident Ronald Reagan (1911-2004) von John Hinckley Jr. niedergeschossen und schwer verletzt worden. Auch Trump selbst überlebte bereits zwei Anschlagsversuche im Wahlkampf 2024, der bekannteste ereignete sich im Juli jenes Jahres bei einer Kundgebung in Butler, Pennsylvania.

Veranstaltung wird nachgeholt

Die White House Correspondents Association teilte mit, das Dinner zu einem späteren Zeitpunkt nachholen zu wollen. Trump kündigte zudem an, "einen neuen Termin innerhalb der nächsten 30 Tage" festzulegen. Weiter teilte Trump mit: "Der First Lady, dem Vizepräsidenten und allen Kabinettsmitgliedern geht es bestens."

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