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Klage gegen Klatschblatt: Neffen von Michael Jackson: Wir wurden nicht missbraucht

Michael Jackson hortete Nacktbilder kleiner Jungen, besaß perverse Pornos und war verrückt nach Sex: So zumindest stellte es der kürzlich veröffentlichte Bericht eines Klatschblattes dar. Seine Neffen wollen das nicht hinnehmen.

TJ, Tarryl and Taj Jackson verklagen das Magazin "Radar Online"

TJ, Tarryl and Taj Jackson: Die Brüder verklagen das Magazin "Radar Online"

Michael Jackson ist bereits sieben Jahre tot, doch noch immer tobt ein Streit darüber, was für ein Mensch der King of Pop eigentlich war. Seit langer Zeit ranken sich Missbrauchsgerüchte um einen der größten Popstars aller Zeiten. Neu befeuert hat die Diskussion ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Boulevardmagazins "Radar Online". Jackson, heißt es darin, habe eine Kollektion an Perversionen besessen: Pornografisches Material von kleinen Jungen, Bilder von gefolterten Tieren, SM-Pornos und vieles mehr. Es war ein schlimmes Bild, das der Bericht von dem Popstar zeichnete. Michael Jackson - ein perverses, manipulatives Monster, das auf Sex mit Kindern aus war?

Nein, sagen seine Neffen. TJ, Tarryl, und Taj Jackson, bekannt durch die Band "3T", halten ihren Onkel für unschuldig. Die jungen Männer kamen in dem besagten Artikel von "Radar Online" ebenfalls vor. Es hieß, Michael Jackson habe die Söhne seines Bruders Tito sexuell belästigt und sich dann mit Geschenken ihr Schweigen erkauft. Gegen diese Behauptungen wehren sich TJ, Tarryl, und Taj Jackson nun - mit einer Millionenklage gegen "Radar Online". 

"Sexy Fotos" stammten von CD-Cover

Die Klageschrift liegt dem stern vor. Darin werden die Berichte als "komplett falsch und verleumderisch" beschrieben. Keiner der Neffen sei jemals von Michael Jackson missbraucht worden oder habe sexuellen Kontakt mit ihm gehabt. "Michael Jackson versuchte auch nie, so einen Kontakt herzustellen", heißt es.

"Radar Online" hatte außerdem von pornografischen Bildern berichtet, mit denen Jackson kleine Kinder habe gefügig machen wollen. Er habe sogar "sexy Fotos" seiner Neffen besessen, auf denen sie in Unterwäsche zu sehen waren. Der Anwalt stellt nun klar: Ja, es gab Bilder der drei Brüder - aber es seien keine anzüglichen Motive gewesen, sondern es habe sich um ein professionelles Fotoshooting für ein CD-Cover gehandelt. "Die Kläger sind seit jeher der festen Meinung gewesen, dass Michael Jackson unschuldig ist."

Das Klatschblatt hatte sich auf einen "nie veröffentlichten Polizeibericht" berufen. Laut Jackson-Anwalt seien diese Berichte jedoch nicht neu, wie von "Radar Online" nahegelegt, sondern seit Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Blatt habe zudem falsch dargestellt, was in dem Polizeibericht stehe.

"Radar Online" lehnte Richtigstellung ab

Es sei eine "bösartige Attacke" gegen den verstorbenen und wehrlosen Superstar, so der Anwalt. Das Ziel sei Geldmacherei. TJ, Tarryl, und Taj Jackson hätten eine Richtigstellung von "Radar Online" gefordert, das Blatt habe das jedoch abgelehnt. Nun verklagen die Jackson-Neffen die Boulevardzeitung auf 100 Millionen Dollar.  

Michael Jackson: Das Geschäft mit dem toten Megastar

Auch Michael Jacksons Tochter Paris hatte auf die Berichte von "Radar Online" reagiert. Per Twitter und Instagram verbreitete sie ein Foto des Popstars, auf dem er den Mittelfinger streckt. Eine eindeutige Botschaft an alle Kritiker. "Die reinsten Menschen werden immer schlecht gemacht. Es wird sich aber weiterhin zeigen, dass mein geliebter Vater schon immer unschuldig war und immer sein wird", schrieb Paris Jackson auf Twitter.

Der Musiker starb vor fast genau sieben Jahren, am 25. Juni 2009, an einer Überdosis Propofol. Er war einer der größten Popstars aller Zeiten, Schätzungen zufolge hat er rund 750 Millionen Tonträger verkauft. Der King of Pop wurde 2005 vor Gericht von dem Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen.

kis