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Michael Jackson: Familie will Leiche nur mit Gehirn bestatten

Das Rätselraten um die Bestattung von Michael Jackson geht weiter. Offenbar wurde sein Leichnam nun doch nicht auf den Forest Lawn Friedhof zurückgebracht. Nach Aussagen eines Gerichtsmediziners könnten bis zur Beerdigung noch Wochen vergehen.

Seit Dienstag um 12.43 Uhr Ortszeit ist er verschwunden: Zu den Klängen von "Man in the Mirror" wird der mit Blumen geschmückte Gold-Sarg von Michael Jackson auf einer Bahre aus dem Staples Center von Los Angeles hinausgeleitet. Die größte Trauerfeier der Popgeschichte ist beendet, doch das Rätselraten um die Beerdigung des King of Pop geht weiter.

Genau zwei Wochen nach seinem Tod hat Michael Jackson seine letzte Ruhe noch immer nicht gefunden. Während die Familie sich über ihre Pläne in Schweigen hüllt, wird in den Medien heftig über den Verbleib des Leichnams und den Ort der Beerdigung spekuliert. Dabei schien das Rätsel um Jacksons Sarg gelöst zu sein. Dieser sei auf den Prominenten-Friedhof Forest Lawn, wo der Jackson-Clan am Dienstagmorgen auch in einer privaten Feier Abschied genommen hatte, zurückgebracht worden, sagte ein Behördensprecher des Los Angeles County am Mittwoch. Dieser Version hat der gut unterrichtete Branchendienst "tmz.com" jetzt allerdings widersprochen.

"Es gibt Berichte, Michael Jacksons Leichnam sei in Forest Lawn. Er ist nicht dort", heißt es dazu am Donnerstag auf der Homepage. Dies würde sich mit Aussagen von Hubschrauberpiloten decken, die den Leichenwagen auf seinem Rückweg aus dem Staples Center aus der Luft verfolgt hatten. Der Wagen sei auf mysteriöse Weise aus ihrem Blickfeld verschwunden und nicht nach Forest Lawn zurück gebracht worden, hieß es. Über den Verbleib des Sarges konnte aber auch "tmz" keine Angaben machen, ebenso wenig über Ort und Zeit der Beerdigung.

Nach neusten Informationen will die Familie offenbar abwarten, bis die Gerichtsmedizin Jacksons Hirn freigegeben hat. "Wir werden sein Gehirn freigeben, sobald wir unsere Untersuchungen beendet haben", sagte der zuständige Gerichtsmediziner Ed Winter. Das Gehirn wird derzeit toxikologisch untersucht, um die genaue Todesursache zu klären. "Nach meinem Kenntnisstand will die Familie bis zum Ende der Untersuchungen mit der Beerdigung warten", fügte Winter hinzu. Nach Aussagen von Kriminologen kann dies vier bis sechs Wochen dauern.

Das könnte den Jacksons auch genügend Zeit geben, eine Bestattung auf der Neverland-Ranch doch noch möglich zu machen. Laut kalifornischem Gesetz ist eine Beisetzung außerhalb eines offiziellen Friedhofs nur mit Sondergenehmigung und mit erheblichen Auflagen erlaubt. Ein entsprechender Antrag könnte also Wochen dauern.

Jacksons Bruder Jermaine macht unterdessen keinen Hehl daraus, dass er sich eine Beerdigung auf Neverland wünscht. Der beste Platz für seinen Bruder sei das Haus, das er erbaut habe. "Er hat diesen Ort mit Liebe errichtet, das kann man sehen und fühlen", sagte Jermaine Jackson. Auf der Ranch selbst gibt es allerdings bislang keine Anzeichen von Vorbereitungen.

Eine Beerdigung auf der Neverland wäre wahrscheinlich auch für Fans die beste Lösung. Die Ranch könnte zur Pilgerstätte mit ausreichend Platz für tausende von Besuchern täglich ausgebaut werden und würde sich durch Ticketeinnahmen selbst tragen. Und dann wäre nicht die Abschiedsfeier im Staples Centers, sondern ein Grabstein auf Neverland der letzte Moment, an den sich Fans weltweit an ihr Idol erinnern.

Mai