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Michael Jackson: TV-Doku von Jackos Autopsie vorerst gestrichen

Der US-Sender Discovery Channel zieht seine geplante Dokumentation über die Autopsie von Michael Jackson erstmal zurück. Damit reagieren die Senderverantwortlichen auf die Proteste der Nachlassverwalter des King of Pop.

Der US-Sender Discovery Channel verzichtet vorläufig auf die Ausstrahlung einer Fernsehdokumentation, in der die Autopsie des vor eineinhalb Jahren verstorbenen Popstars Michael Jackson nachgestellt wird. Nach heftiger Kritik der Nachlassverwalter der Musik-Ikone erklärte Discovery, die Ausstrahlung werde "auf unbestimmte Zeit verschoben". Der Sender führte als Begründung rechtliche Auseinandersetzungen an sowie die Forderung der Nachlassverwalter, die Sendung nicht zu zeigen.

Jacksons Nachlassverwalter, John Branca und John McClain, hatten am Mittwoch in einem Brief an den Sender geschrieben, die Dokumentation zeuge von dem "blinden Verlangen, Michaels Tod auszuschlachten". Zudem sei es "zynisch" dem Publikum glaubhaft machen zu wollen, die Sendung habe einen medizinischen Wert. Sie nahmen vor allem Anstoß an einer für den europäischen Markt gedachten Werbung für die TV-Dokumentation, in der auf einem Obduktionstisch eine Hand mit einem mit glitzernden Steinen besetzten Handschuh - Jacksons berühmtem Markenzeichen - unter einem weißen Laken hervorlugt. Branca und McClain begrüßten die Ankündigung von Discovery Channel. Es sei die "richtige Entscheidung", die "ausbeuterische Sendung" nicht zu zeigen. Sie seien optimistisch, dass die Dokumentation niemals in einem Land gezeigt würde. Zugleich dankten sie den Fans des verstorbenen Popstars: Zahlreiche von ihnen hätten "unglaubliche Leidenschaft" gezeigt, gegen die Sendung protestiert und damit Discovery Channel zum Rückzieher gezwungen.

Michael Jackson war am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren leblos zu Hause aufgefunden worden, kurz darauf starb er in einem Krankenhaus. Todesursache war ein Mix von Medikamenten, die er offenbar gegen seine Schlaflosigkeit genommen hatte.

ukl/AFP / AFP
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