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Michael Jackson: Zu krank, um vor Gericht zu erscheinen

Per Video will Michael Jackson in den Gerichtssaal geschaltet werden: Angeblich ist der einstige Popstar zu krank, um persönlich bei dem Prozess um die Rückzahlung von mehreren Millionen Dollar in London anwesend zu sein. Die Gegenanwälte bezweifeln seinen Gesundheitszustand.

Popstar Michael Jackson kann aus gesundheitlichen Gründen möglicherweise nicht nach London reisen, um in einem gegen ihn angestrengten Millionenprozess auszusagen. Jackson bemühe sich darum, per Video aus den USA in den Gerichtssaal zugeschaltet zu werden, erklärte sein Anwalt Robert Englehart. "Es wäre unklug von ihm zu reisen, angesichts dessen, was er jetzt hat", sagte der Anwalt. Nähere Angaben machte er "aus naheliegenden Gründen" nicht.

Wie stern.de berichtete, wurde Jackson von seinem einstigen Freund Scheich Abdulla bin Hamad Al Chalifa wegen Vertragsbruchs auf sieben Millionen Dollar (5,5 Millionen Euro) verklagt. Anwälte des Sohnes des Königs von Bahrain erklärten, Jackson habe das Geld als Vorschuss für eine Autobiografie und ein gemeinsames Album mit Al Chalifa erhalten. Jackson sagt, das Geld sei ein Geschenk gewesen. Fast ein Jahr sei Jackson in Bahrain als Gast Al Chalifas in Bahrain geblieben, zeitweise hätten beide in Abu Dhabi in einem Palast des Königs gewohnt.

Gegenanwalt bemängelt medizinische Unterlagen

Al Chalifas Anwalt Bankim Thanki sagte, die von Jacksons Vertretern vorgelegten medizinischen Unterlagen seien unbefriedigend. Sollte sich die Diagnose bewahrheiten, könne Jacksons Krankheit mit einem Verband behandelt werden. Richter Nigel Sweeney erklärte, er werde am Donnerstag über Jacksons Reisefähigkeit entscheiden. Seit Jahren steckt der ehemalige "King of Pop" in finanziellen Schwierigkeiten. In der vergangenen Woche gab er das Verfügungsrecht über sein seit langem leerstehendes Anwesen Neverland in Kalifornien auf.

DPA/AP / AP / DPA
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