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Mission Baby: Die nächste Herausforderung für William und Kate

Kaum ist die Hochzeit des Jahres vorbei wird schon weiter spekuliert. Natürlich über Kates und Williams Nachwuchs. Sollte sie nicht innerhalb der nächsten neun Monate schwanger werde, würde Kate mit einer lange Tradition brechen, sagen Society-Experten.

Gerade hat sie eine große Herausforderung gemeistert: Ohne Pannen und unter den Augen von Millionen Menschen weltweit hat Kate eine glanzvolle Hochzeit mit dem britischen Prinzen William über die Bühne gebracht. Eigentlich sollte sich die 29-Jährige nun erst einmal zurücklehnen dürfen. Doch schon wartet die nächste Herausforderung auf die frischgebackene Herzogin von Cambridge: Sie muss so schnell wie möglich ein Baby bekommen.

"Wenn Kate nicht in den nächsten neun Monaten schwanger wird, bricht sie mit 200 Jahren königlicher Tradition", sagt Diana-Biograph Andrew Morton, der gerade ein Buch über die Frischvermählten geschrieben hat. Kates Ehemann William kam 1982 nur elf Monate nach der Hochzeit seiner Eltern Charles und Diana zur Welt, und die spätere Königin Elizabeth II. war ziemlich genau ein Jahr verheiratet, als sie 1948 ihren Thronfolger Charles gebar.

In einem Interview im November hatte William gesagt, er und Kate wollten "auf jeden Fall eine Familie gründen" und bald anfangen, über das Thema nachzudenken. Sie wollten aber "eins nach dem anderen" angehen, versicherte er. Ähnlich hatte sich Kate geäußert, über die gemunkelt wird, sie habe es mit dem Nachwuchs nicht besonders eilig. Doch an ihren durch die Heirat auferlegten Pflichten bestünden keine Zweifel, weiß der Monarchiehistoriker Hugo Vickers: "Wenn ich es mal deutlich sagen darf: Catherines Pflicht ist es, ihren Ehemann glücklich zu machen und einen Thronfolger zu produzieren."

Zum Glücklichmachen wird Kate in den kommenden zwei Jahren viel Zeit haben. Denn zunächst wird sie mit ihrem Mann in einem Landhaus auf der walisischen Insel Anglesey leben, wo William noch seinen Dienst als Rettungspilot zu Ende bringen muss. Während der Prinz zeitweise 24-Stunden-Schichten schieben und genauso viel arbeiten muss wie seine nichtadligen Kollegen, wird Kate nur wenige Aufgaben haben. Ihre Engagements für einen guten Zweck muss sie zunächst noch finden, und öffentliche Termine werden erst einmal auch kaum anstehen. Eine Wohltätigkeitsgala in London ist einer ihrer ersten Termine, außerdem steht vom 30. Juni bis zum 8. Juli eine Kanada-Reise an - die erste offizielle Auslandsreise als Ehefrau von Prinz William.

"Wichtig ist, sich daran zu erinnern, dass er der zweite in der Thronfolge ist, er ist nicht der Kronprinz", sagte der Sprecher von Prinz Charles, Paddy Harverson, der BBC über William. "Er ist der zweite in der Thronfolge, und er ist kein Vollzeit-Royal, sondern ein Vollzeit-Pilot, der einen normalen Job für die Such- und Rettungstruppe der Royal Air Force hat."

Damit wird Kate erst einmal nur wenig von einer Hausfrau unterscheiden, die ihren Mann nach Feierabend zu Hause erwartet. Einen allzu großen Unterschied zu ihrem vorehelichen Leben wird die frühere Miss Middleton dabei aber nicht erfahren, denn schon lange ist sie vor allem als "die Freundin von William" bekannt und nicht als Frau mit eigener beruflicher Karriere.

Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte an der schottischen Universität St. Andrews arbeitete Kate zunächst als Einkäuferin für Accessoires bei einer Modekette in London, dann half sie im Partyartikelversand ihrer Eltern mit. Zuletzt verbrachte sie den Großteil ihrer Zeit bei William in Wales, wo dieser seit September im Dienste der Luftwaffe steht.

Die Frage, ob ein Junge oder ein Mädchen ins Kates Bauch heranwachsen wird, wird dann die nächste sein, sobald eine Schwangerschaft verkündet wird. Die britische Regierung hat sich offen dafür gezeigt, das Gesetz über die Thronfolge zu ändern, das bislang den ersten männlichen Nachkommen als Thronfolger bestimmt. Dann hätte Kate mit der Geburt ihres ersten Kindes schon mal alle Last von sich geladen, auch wenn es ein Mädchen werden sollte.

Alice Ritchie, AFP / AFP