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Nach WM-Aus der USA: Hollywood zeigt Interesse an Torwart Tim Howard

In den USA gilt er als Held, im Internet wird er gefeiert: Tim Howard, Torwart der amerikanischen Nationalmannschaft, erhält wenige Tage nach dem WM-Aus Angebote aus der Showbranche.

Von Frank Siering, Los Angeles

Damit hätte US-Nationaltorwart Tim Howard nicht gerechnet: Nach seinen sensationellen Paraden im Spiel gegen Belgien hat die bärtige Nummer eins nicht nur die sportlichen Fans im eigenen Land begeistert. Auch Hollywood und das Internet schwärmen von "Titan Tim". Davon können ausgeschiedene Stars wie Portugals Cristiano Ronaldo oder Englands Wayne Rooney derzeit nur träumen.

Musiker Justin Timberlake twitterte nach dem Achtelfinale wie wild drauf los und bewunderte Howard mit einem emotionalen "Wow". Schauspieler Tom Hanks schrieb nach der 1:2 Niederlage in der Verlängerung: "Tim Howard bleibt ein Gott." und Sänger Enrique Iglesias lobte die Leistung des Keepers als "unfassbar gut".


Natürlich dauerte es nicht lange, bis die ersten bearbeiteten Bilder von Howard im Internet auftauchten. Da rettet der 35-Jährige mal eben die Titanic und Mufasa aus dem "König der Löwen". Auf einem leicht verfälschten Poster vom "Weißen Hai" springt Howard zwischen den Hai und ein im Wasser schwimmendes Mädchen. Selbst Janet Jackson beschützt der Torwart dank seiner schnellen Reaktionen. Bei ihrem legendären Super-Bowl-Auftritt im Justin Timberlake springt Howard sofort ins Bild und bedeckt die von Timberlake freigelegte Brust Jacksons.


Noch ist Howard nicht wieder in den USA gelandet, aber seine Agent hat schon erste Angebote aus Hollywood auf dem Tisch. Die beliebte Show "Dancing with the Stars" möchte Howard als Teilnehmer gewinnen. Ein Produzent hat ein Projekt, das er mit Howard als zentraler Figur in einem Kinofilm verwirklichen möchte.

Und jede erdenkliche Talkshow zwischen New York und Los Angeles will Howard unbedingt als Gast begrüßen dürfen. ,"Keine Frage, Howard ist mit seinen Paraden schnurstracks in die Arme der Entertainment-Industrie geflogen", sagt auch ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Denn selbstredend wurde Howard nach seinen 16 Paraden im Spiel - ein WM-Rekord - im Netz aufgefordert als neuer "Verteidigungsmininster" anzutreten.

Das in jüngster Zeit arg gebeutelte Ministerium reagierte mit Humor: "Mit ein bisschen mehr Training könnten wir uns gut vorstellen, dass Howard eines Tages tatsächlich Verteidigungsminister werden könnte", hieß es aus dem Pentagon.