HOME

Negativer Vaterschaftstest: Doch keine neue Tochter für Udo Jürgens

Mit 77 Jahren fängt für Udo Jürgens das Leben doch nicht noch einmal neu an - zumindest in Sachen Familie. Eine Frau aus Hessen hatte angegeben, der Entertainer sei ihr Vater. Das ließ sich der singende Senior nicht gefallen.

Ein Vaterschaftstest hat Udo Jürgens recht gegeben: Der Sänger und Komponist ist nicht der Vater der 39-Jährigen Jennifer T. aus Südhessen. "Das gerichtlich beauftragte Gutachten kommt zweifelsfrei zu dem Ergebnis", sagte der Direktor des Amtsgerichts Dieburg, Frank Richter. Die Frau hatte vor dem Gericht geklagt und angegeben, der 77-Jährige sei ihr Vater. Jürgens habe vor Weihnachten in der Schweiz eine Speichelprobe abgegeben, sagte Richter. Der Fall sei "außerordentlich schnell" bearbeitet worden.

Gericht verpflichtete Sänger zum Gentest

Bereits eine frühere Untersuchung sei zum gleichen Ergebnis gekommen, teilte Jürgens' Management in Zürich mit. "Wie beide DNA-Analysen ergeben haben, ist Udo Jürgens eindeutig nicht der Vater", heißt es in der Mitteilung. Der Künstler wolle keine weitere Stellungnahme zu dem Thema abgeben.

Die heute 56 Jahre alte Mutter von Jennifer hatte angegeben, 1971 als 16-Jährige mit Udo Jürgens Sex in einem Hotel gehabt zu haben. Erst 2009 will sie ihrer Tochter erzählt haben, dass Udo Jürgens ihr Vater sei. Das Amtsgericht Dieburg hatte ausreichende Hinweise gesehen, um von der Möglichkeit eines Beischlafs von Jürgens mit der Frau auszugehen, und ordnete daher im vergangenen November einen Gentest an.

Vier Kinder mit drei Frauen

Jürgens selbst hatte die Vaterschaft stets bestritten. Nach Angaben seines Sprechers Thomas Weber unterzog sich der Sänger am 20. Dezember einem Gentest, der nun die Vaterschaft "eindeutig" ausgeschlossen habe. Eine erste DNA-Analyse, die die Vaterschaft von Jürgens bereits widerlegte, hatte die Klägerin angefochten.

In der von Jürgens' Sprecher verbreiteten Erklärung wurde auch Kritik am Vorgehen von Jennifer T. laut. "Trotz des negativen Testresultats befremdet die Tatsache, dass die angebliche Vaterschaft erst 40 Jahre später eingeklagt wurde", heißt es in der Erklärung. Zudem sei es absolut unnötig gewesen, diese private Angelegenheit "in Form einer richtiggehenden Medienkampagne in die Öffentlichkeit" zu tragen.

Der Schlagersänger ist für seine vielen Affären bekannt, er kokettierte damit in der Vergangenheit auch immer wieder. Jürgens hat vier Kinder mit drei Frauen: die beiden in den 60er Jahren geborenen Kinder Jonny und Jenny aus seiner 1989 geschiedenen Ehe mit seiner ersten Frau Panja sowie als uneheliche Kinder die ebenfalls in den 60er Jahren während der ersten Ehe gezeugte Sonja und die heute 17-jährige Gloria

jar/AFP/DPA / DPA