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Neonazi-Tattoo auf dem Oberarm: Michelle Hunziker feuert ihren Bodyguard

So schnell geht es manchmal abwärts: Gerade noch planschte Michelle Hunzikers Bodyguard Federico mit seiner Schutzbefohlenen an der ligurischen Küste, jetzt kann er stempeln gehen. Ein Neonazi-Tattoo auf dem Oberarm wurde dem Leibwächter zum Verhängnis.

Von Jens Wiesner

Wer sich schon einmal den Namen einer verflossenen Liebschaft vom Arm lasern musste, weiß: Ein Tattoo sollte gut überlegt sein. Vor allem dann, wenn dieses Tattoo gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstößt.

Diese Lektion musste nun auch Federico, der Leibwächter von TV-Moderatorin Michelle Hunziker, lernen. Auf einem Urlaubsfoto hatten Leser der "Bild"-Zeitung auf dem rechten Oberarm des Bodyguards ein ganz besonderes Tattoo ausgemacht: Zwischen Totenköpfen, Spinnennetzen und Flammen ragt eine geballte Faust in die Höhe. Grundsätzlich Geschmackssache, wäre diese Faust nicht das Symbol der rechtsextremistischen Vereinigung "White Power" und Erkennungszeichen gewaltbereiter Neonazis.

Kompromittierendes beim Badeurlaub

Hunziker zeigte sich schockiert und feuerte den Mann, der zwei Jahre für ihre körperliche Unversehrtheit gesorgt hatte. "Unter diesen Umständen kann ich nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten", erklärte sie der "Bild"-Zeitung am Freitag. Sie habe Federico als netten jungen Mann kennengelernt, der keiner Fliege etwas zuleide tue. "Bis vor wenigen Wochen habe ich Federico nur in langen Hosen und Hemd gesehen und wusste nicht einmal, dass er so viele Tattoos hat", sagte sie weiter. Beim gemeinsamen Badeurlaub an der ligurischen Küste hatte der Bodyguard seine typische Arbeitskluft abgelegt, was schließlich zur folgenschweren Entdeckung führte.

Federico habe Hunziker anschließend gebeichtet, in der Vergangenheit Kontakte zur rechten Szene gehabt zu haben, was er heute bedauere. Offenbar reichte die Reue aber nicht so weit, das kompromittierende Bild wieder loszuwerden. Nun muss sich Hunziker einen neuen Leibwächter suchen - und Federico einen neuen Job. Vor dem ersten Bewerbungsgespräch wäre allerdings ein kurzer Besuch im Tätowierstudio angebracht. Oder Federico lernt anderweitig aus seinem Fehler - und lässt Hemd und Hose künftig am Körper.

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