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Ohne Angelschein Sido und Bushido wegen Fischwilderei angezeigt


Wer ein ernstzunehmender Gangster-Rapper sein will, sollte sich auf jeden Fall im kriminellen Milieu auskennen, selbst das ein oder andere Ding gedreht haben. Sido und Bushido können sich nun eine neue Untat auf ihre Fahnen schreiben und in Raps verarbeiten: Sie waren schwarzfischen.

Eigentlich sollte es nur ein gemütlicher - zugegeben inszenierter - Angelausflug auf dem Teger See in Berlin werden. Für ein Interview mit dem "Kulturspiegel" haben die Rapper Sido und Bushido die Ruten ausgeworfen; es wurden ein paar Fotos gemacht.

Im eigentlichen Gespräch haben sich die beiden dann unter anderem auch über ihre Angelleidenschaft unterhalten und an Kindheitsausflüge mit dem Großvater zurückgedacht. Dann allerdings gaben die Rapper eine Antwort, mit der sie sich in den Augen eines Lesers eindeutig als Straftäter enttarnten. Freimütig gaben beide zu, keinen Angelschein zu besitzen.

Beim Berliner Fischereiamt geht nur einen Tag nach Erscheinen des Interviews ein anonymer Anruf ein. Bushido und Sido hätten unerlaubterweise geangelt. Untermalt wird der Vorwurf noch durch das Titelfoto des Magazins, welches Bushido mit einem Fisch an der Angel zeigt.

Das Amt stellt schließlich bei der Polizei eine Strafanzeige gegen Sido und Bushido wegen Fischwilderei (nach § 293 StGB). In einem Brief wurden die zwei Rapper inzwischen zu einer Zeugenaussage aufgefordert. Bushido nimmt den Vorwurf mit Humor. Seinen "Brief des Jahres 2011" postete er auf seinem Facebook-Profil und erhielt bereits regen Zuspruch seiner Fans.

kgi

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