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Nach Shitstorm: Pepsi zieht peinliche Werbung mit Kendall Jenner zurück

Politik als hippes Accessoire: Nach großen Protesten in den sozialen Medien zog der Getränkehersteller Pepsi seine neueste Werbung zurück. Und entschuldigte Model und Hauptdarstellerin Kendall Jenner gleich mit.

Kendall Jenner im Pepsi-Spot

Kendall Jenner im Pepsi-Spot

Dass eine Pepsi-Werbung nicht gerade für Politik und soziales Engagement steht, ist eigentlich klar. Dass sie das besser gar nicht erst versuchen sollte, hat das Unternehmen jetzt bewiesen. Mit einer öffentlichen Entschuldigung zog der Softdrink-Hersteller seinen neuesten Werbeclip zurück. Zuvor hatten zahlreiche User in den sozialen Medien gegen das Video protestiert.

Darin zu sehen war Kardashian-Tochter Kendall Jenner, wie sie ein Mode-Shooting abbricht und stattdessen an einer Demonstration teilnimmt. Unter dem Jubel der lachenden Demonstranten reicht sie einem Polizisten eine Dose Pepsi - der diese grinsend annimmt. Die Bilder erinnern an die "Black Lives Matter"-Proteste in den USA - nur dass die Demonstranten hier eine homogene Masse aus jungen, schönen Models bilden und es keine Polizeigewalt gibt. Der Kontrast und die Verharmlosung ärgerte viele Beobachter:



Sogar die Tochter der amerikanischen Bürgerrechts-Ikone Martin Luther King äußerte sich. "Wenn Papa nur von Pepsi gewusst hätte", spottete sie auf Twitter.


Die Getränkemarke reagierte schließlich mit einer Entschuldigung auf den Shitstorm: "Pepsi wollte eine eine weltweite Botschaft von Einheit, Frieden und Verständnis vermitteln. Das ist uns eindeutig nicht gelungen und wir entschuldigen uns. Wir wollten uns nicht über eine ernste Sache lustig machen. Wir ziehen den Inhalt zurück und spielen ihn nicht mehr aus", teilte das Unternehmen mit. Und ging sogar noch einen Schritt weiter: "Wir entschuldigen uns auch bei Kendall Jenner, dass wir sie in diese Situation gebracht haben," heißt es weiter. Dass Pepsi damit versucht, Jenner aus der Verantwortung zu nehmen, ihr Gesicht für eine platte Werbung hingehalten zu haben, ist wiederum ironisch. Denn genau darum dürfte es vielen der Protestierenden auf den Straßen gehen: Verantwortung übernehmen, Haltung zeigen. Die 21-jährige Jenner selbst - sonst in den sozialen Medien sehr präsent - schweigt zu dem Thema eisern.



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