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Pooth-Affäre: Franjos Bruder in Skandal verstrickt

Anscheinend ist auch Mano Pooth in die "Maxfield"-Affäre verstrickt. Franjos jüngerer Bruder ist Geschäftsführer eines Unternehmens in London, bei dem es sich um eine Scheinfirma handeln soll. Ihr angeblich einziger Zweck: Steuerhinterziehung.

Im Zusammenhang mit der Pleite von Franjo Pooths Firma "Maxfield" sind neue Hinweise aufgetaucht. Laut "Bild" haben die deutschen Steuerfahnder auch die Londoner Firma "Labworks Production Limited" ins Visier genommen, die unter der Adresse von Franjos Pooths Londoner Wohnung firmiert. Geleitet wird die Firma von Franjos jüngerem Bruder Mano Pooth (34).

Auffällig ist, dass es laut der britischen Firmendatenbank "Companies House" für die Firma keine eingetragenen Konten gibt. Nach Angaben von "Bild" hätte für die Jahre 2006 und 2007 eine Kontoführung nachgewiesen werden müssen, was aber nicht geschah. "Bild" zitiert einen ehemaligen Mitarbeiter der Firma, der behauptet, dass es sich bei "Labworks" lediglich um einer Scheinfirma handle, die allein aus steuerlichen Erwägungen gegründet worden sei.

Die Firma hätte im August 2007 aufgelöst werden sollen, was jedoch durch einen gerichtlich erwirkten Einspruch verhindert worden ist. Eine Mitarbeiterin der britischen Kreditprüfungsstelle "UK Data Limited" hält es laut "Bild" für möglich, "dass der Einwand von Gläubigern kam, denen die Firma Geld schuldet".

Am Dienstag war bekannt geworden, dass sich Franjo Pooth beim Finanzamt Düsseldorf selbst angezeigt hatte. Unter anderem geht es um mögliche Steuerhinterziehung in seiner privaten Einkommenssteuererklärung 2005 und die Gewerbesteuererklärung seiner Firma "Maxfield" im selben Jahr.

Sowohl Franjo Pooth als auch sein Bruder Mano verweigern jeden Kommentar zum Thema.

be

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