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Abgewatscht - der satirische Wochenrückblick Enthüllt: Nachwuchs und Jobpläne der Pooths


Alle reden über Wikileaks, da lässt Verona Pooth die Bombe platzen: Die 42-Jährige ist schwanger. Und - ihr Mann Franjo verdingt sich erneut als Unternehmer. Wenn das mal gut geht.
Von Julia Mäurer

Angela Merkel, aalglatt wie "Teflon". Guido Westerwelle, "aggressiv, opportunistisch und inkompetent". Wolfgang Schäuble, ein "zorniger, alter Mann". Seit dieser Woche weiß die ganze Welt, was Amerika über deutsche Politiker denkt. Danke Wikileaks! Man muss ja froh sein, dass sich die Diplomaten und Botschafter nur auf dem politischen Parkett umgehört haben. Kaum auszudenken, was an die Öffentlichkeit gedrungen wäre, hätten sie die deutsche Prominenz ausspioniert. Lothar Matthäus? Integrationsbeauftragter für Damen aus dem Ostblock. Tatjana Gsell? Ersatzteillager der deutschen Kosmetikindustrie. Boris Becker? Lebendes Vorbild für die Dokusoap "Frauentausch". Verona Pooth? Millionärin dank Grammatikschwäche.

Apropos Pooth. Die Fachfrau für Billigtextilien ist wieder in anderen Umständen. Mit 42 Jahren erwartet Verona ihr zweites Kind. Sie sei froh, dass es endlich geklappt hat, offenbarte sie in der "Bunten" und ließ sich mit Mann und Sohn auf dem heimischen Sofa inszenieren. Im Juni 2011 soll der Nachwuchs zur Welt kommen und bereits jetzt muss man sich sorgen, welchen Namen er wohl tragen wird. Immerhin heißt Pooths erster Sohn San Diego. In der amerikanischen Stadt gaben sich Verona und Franjo Pooth 2004 das Jawort. Bleibt zu hoffen, dass sich Verona und Franjo dieses Mal nicht wieder für eine geografische Variante entscheiden. Man stelle sich nur vor, das Baby trüge den Namen Meerbusch, wie der Düsseldorfer Vorort, in dem die Pooths leben. Weitaus besorgniserregender als die Namensfindung für den kleinen Pooth ist allerdings Veronas Ankündigung, dass der große Pooth wieder Geschäfte machen will. "Franjo ist wieder voll unternehmerisch tätig. Momentan entwickelt er mit seinen Partnern ein internationales Handels- und Vermarktungskonzept. Das soll Mitte nächsten Jahres umgesetzt werden", sagte die 42-Jährige. Das klingt nicht nach einem Plan. Das klingt nach einer Drohung.

Falsche Berater schützen nicht vor Knast

Ein Aufenthalt im Knast ist Franjo Pooth ja erspart geblieben. Er wurde wegen Bestechung und Insolvenzverschleppung "nur" zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Das hat Schauspieler Wesley Snipes auch versucht - vergebens. Der 48-Jährige muss für drei Jahre ins Gefängnis. Ihm wird vorgeworfen, zwischen 1999 und 2004 eine viel zu niedrige Einkommenssteuer gezahlt zu haben. Angeblich soll Snipes dem amerikanischen Staat mehrere Millionen Dollar schulden. Die Entschuldigung des Schauspielers, er sei falsch beraten worden, ließen die Richter nicht gelten. Falsch beraten wurden schließlich schon viele - auch wenn das nicht automatisch zu einem Gerichtsprozess führt. Boris Becker, zum Beispiel, der die Banalitäten seines Lebens dokumentiert und das Ganze als "Boris-Becker.TV" verkauft. Eva Longoria, die 2007 Basketballer Tony Parker heiratete, der sich nun als Fremdflirter vom Kaliber eines Tiger Woods erweist. Oder Irina Shayk, Freundin von Star-Kicker Cristiano Ronaldo, die nicht ganz freiwillig für die spanische "GQ" blank zog und nun als "das schönste Biest der Welt" die Kioske schmückt.

Ob Prinz William gut beraten ist, Rapper Snoop Dogg als Alleinunterhalter für seine Junggesellenparty zu engagieren? Immerhin tut der Musiker derzeit alles, um dem britischen Royal mal ordentlich einheizen zu dürfen. Seine neue Single mit dem doppeldeutigen Titel "Wet" sei Prinz William gewidmet, ließ Snoop Dogg wissen. Vom Büro des Prinzen gab es bisher keinen Kommentar zu dem unmoralischen Angebot - was sicher auch am schlüpfrigen Inhalt des Songs liegen dürfte. Denn in "Wet" geht es weder um eine feuchtfröhliche Party noch um das verregnete englische Wetter, sondern - natürlich - um Sex.

War sonst noch was? Ach ja, Madonna hat in Mexiko-Stadt eine Muckibude eröffnet. "Hard Candy Fitness" heißt die exklusive Trimm-dich-Stube. Dort sollen nicht etwa Mafiosi und Drogenbosse Gewichte stemmen, sondern Sportverrückte, die sehnig wie die Sängerin sein wollen. Vorausgesetzt, sie besitzen auch Madonnas Bankkonto, denn allein die Aufnahmegebühr beträgt 827 Dollar. Da kommt man doch leicht ins Schwitzen.


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