Wolfgang Schäuble

Wolfgang Schäuble ist der einzige Abgeordnete, der seit 1972 im Bundestag sitzt. Mehr politische Ämter als er hat kein Politiker ausgeübt, für das höchste Amt, das des Bundespräsidenten, war er nicht...
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Artikel zu: Wolfgang Schäuble

Markus Söder spricht

Söder kritisiert Schäuble und nimmt Merkel in Schutz

CSU-Chef Markus Söder hat Kanzlerin Angela Merkel gegen Kritik von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (beide CDU) in Schutz genommen. Schäuble hatte im «Tagesspiegel» (Sonntag) erklärt, dass er in Merkels Entscheidung, 2018 den CDU-Vorsitz abzugeben, einen Grund für das «enge Rennen» zwischen Union und SPD sieht. Dazu sagte Söder am Montag nach einer CSU-Vorstandssitzung in München, ohne selbst Schäubles Namen zu nennen: Es sei nicht sinnvoll, jetzt irgendwelche Diskussionen über die Vergangenheit zu führen. Alles «Was wäre wenn» und alle «klugen Analysen», die nun getätigt würden, seien jetzt fehl am Platz. «Sondern jetzt heißt es kämpfen. Und jeder sollte genau überlegen, was sein Beitrag sein kann oder was sein Beitrag war, um einen gemeinschaftlichen Erfolg zu erbringen.»
Wolfgang Schäuble ist der einzige Abgeordnete, der seit 1972 im Bundestag sitzt. Mehr politische Ämter als er hat kein Politiker ausgeübt, für das höchste Amt, das des Bundespräsidenten, war er nicht nur einmal im Gespräch. Schäuble war Erster Parlamentarischer Geschäftsführer, Fraktionschef der Union, Parteivorsitzender, Kanzleramtsminister, Innenminister - und er ist, seit 2009, Bundesfinanzminister im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel. Schäubles Leben nahm 1990 eine dramatische Wende: Ein psychisch kranker Mann schoss auf ihn, seither sitzt er, von der Brust abwärts gelähmt, im Rollstuhl. Zuvor war er begeisterter Fußballer der Bundestags-Elf. Er spielte Linksaußen und pflegte, bevor er nach vorne stürmte, den gegnerischen Verteidiger zu fragen: "Na, kannste mithalten?" 2013 wurde er im dritten Kabinett von Angela Merkel und der zweiten großen Koalition im Amt des Bundesfinanzministers bestätigt. Politisch setzt Schäuble auf die G20 als Säulen für eine nachhaltige Weltwirtschaftsordnung des 21. Jahrhunderts.