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News von heute Koalition einigt sich auf Frauenquote in Vorständen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD)
Das Haus von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) änderte den Text seines Gesetzentwurfes (Archivbild)
© Michael Sohn / AP / DPA
Unfall absichtlich verursacht - Täter zu neun Jahren Haft verurteilt  +++ Bundestagpräsident Schäuble lässt nach Störungen Konsequenzen prüfen +++ Biden-Sieg in Georgia nach Neuauszählung der Stimmen bestätigt +++ Die News von heute im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung: 

Koalition einigt sich grundsätzlich auf Frauenquote in Vorständen

Die schwarz-rote Koalition hat sich grundsätzlich auf eine verbindliche Frauenquote in Vorständen geeinigt. In Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern muss demnach künftig ein Mitglied eine Frau sein, teilte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) nach einer Einigung der vom Koalitionsausschuss eingesetzten Arbeitsgruppe zu diesem Thema mit.

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Die Nachrichten vom Freitag im stern-Ticker: 

+++ 23.28 Uhr: Biden-Sieg in Bundesstaat Georgia von Wahlleiter zertifiziert +++

Der Sieg des gewählten US-Präsidenten Joe Biden im Bundesstaat Georgia ist jetzt offiziell. Georgias Wahlleiter Brad Raffensperger zertifizierte am Freitag nach einer Neuauszählung aller Stimmen das Wahlergebnis in dem Südstaat, wie US-Medien berichteten. Biden gewann den traditionell konservativen Bundesstaat mit nur rund 12.000 Stimmen Vorsprung vor Amtsinhaber Donald Trump. Die Wahldokumente werden nun an Georgias Gouverneur Brian Kemp übermittelt, wie Raffensperger ein Republikaner. Kemp muss mit seiner Unterschrift noch besiegeln, dass Georgias 16 Wahlleute an Biden gehen. Wegen des extrem engen Wahlausgangs kann Trumps Wahlkampfteam eine weitere Neuauszählung der Stimmen beantragen. Trumps Privatanwalt Rudy Giuliani hat zudem eine Klage in Georgia angekündigt.

+++ 20.32 Uhr: Migrationskrise auf den Kanaren: Spanien errichtet Notlager für 7000 +++

Zur Eindämmung der Migrationskrise auf den Kanaren will Spanien auf den Atlantik-Inseln provisorische Aufnahmezentren für insgesamt 7000 Menschen errichten. Diese Lager würden "schon in wenigen Wochen" zur Verfügung stehen, versprach Migrationsminister José Luis Escrivá am Freitag bei einem Besuch in Las Palmas de Gran Canaria. Sie sollen auf den Inseln Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura den Angaben nach auf Grundstücken oder in Gebäuden des Verteidigungsministeriums errichtet werden. Daneben werde man auch an dem Bau "stabilerer Zentren" ebenfalls für 7000 Migranten arbeiten, erklärte Escrivá. Verkehrsminister José Luis Ábalos, der am Freitag ebenfalls Gran Canaria besuchte, versprach unterdessen mehr Mittel für den Seenotrettungsdienst.

+++ 19.45 Uhr: Empörung über tödlichen Angriff auf Schwarzen in Brasilien +++

Ein tödlicher Angriff von Sicherheitsleuten eines Supermarkts auf einen Schwarzen hat in Brasilien zu einem Aufschrei der Empörung gesorgt. João Alberto Silveira Freitas war am Donnerstagabend (Ortszeit) vor einem Supermarkt in Porto Alegre im Süden des Landes von zwei Sicherheitsmännern niedergerungen und brutal geschlagen worden. Der 40-Jährige starb noch am Tatort an seinen Verletzungen. Der Betreiber des Supermarktes bedauerte den Vorfall und sagte der Familie des Opfers Unterstützung zu. Die Kette kündigte an, den Vertrag mit der Sicherheitsfirma zu beenden, den Filialleiter zu suspendieren und den Supermarkt vorübergehend zu schließen. Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei einem der Tatverdächtigen um einen Mitarbeiter der Militärpolizei außer Dienst. 

+++ 19.16 Uhr: Koalition einigt sich grundsätzlich auf Frauenquote in Vorständen +++

Die schwarz-rote Koalition hat sich grundsätzlich auf eine verbindliche Frauenquote in Vorständen geeinigt. In Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen mit mehr als drei Mitgliedern muss demnach künftig ein Mitglied eine Frau sein, teilte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) nach einer Einigung der vom Koalitionsausschuss eingesetzten Arbeitsgruppe zu diesem Thema mit.

+++ 18.51 Uhr: UN-Chef Guterres warnt vor schlimmster Hungersnot "seit Jahrzehnten" +++

UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Situation im Bürgerkriegsland Jemen vor einer schweren Nahrungsmittelkrise mit Millionen Toten gewarnt. "Der Jemen ist jetzt in unmittelbarer Gefahr der schlimmsten Hungersnot, die die Welt seit Jahrzehnten erlebt hat", teilte der UN-Chef mit und forderte sofortige Gegenmaßnahmen.

Die Notlage ergebe sich aus einer Kombination drastischer Kürzungen im UN-Budget für das Land im Vergleich mit den Vorjahren sowie Hindernissen der Konfliktparteien für Helfer, zu den Menschen vorzudringen. Eine Heuschreckenplage und Überschwemmungen verschlimmerten die Lage weiter.

+++ 16.54 Uhr: Zverev verpasst nach Niederlage gegen Djokovic das Halbfinale der ATP Finals +++

Alexander Zverev ist in der Gruppenphase der ATP Finals ausgeschieden. Deutschlands bester Tennisspieler verlor nach einem Fehlstart gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic aus Serbien 3:6, 6:7 (4:7) und verpasste damit den Einzug ins Halbfinale von London. Mit seiner zweiten Niederlage im dritten Spiel ist die Tennis-Saison für Zverev beendet. 2018 hatte der Hamburger die inoffizielle WM gewonnen. Im Halbfinale am Samstag trifft Djokovic auf den österreichischen US-Open-Sieger Dominic Thiem. Zudem kämpft der spanische Weltranglisten-Zweite Rafael Nadal gegen den Russen Daniil Medwedew um den Einzug ins Endspiel.

+++ 16.10 Uhr: Scholz: G20 halten mit aller Macht gegen die Krise +++

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat den Zusammenhalt der großen Wirtschaftsnationen in der Corona-Krise gelobt. "Wir halten international mit aller Macht gegen die Krise", erklärte er nach einem Gespräch der G20-Finanzminister in Berlin. Insgesamt hätten sich die G20-Staaten mit 9,3 Millionen Euro gegen die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen gestemmt. Einen erheblichen Teil haben wir mit unserer entschlossenen Krisenreaktion in Deutschland beigetragen", sagte Scholz. Zusammen hätten die Staaten eine "fatale Abwärtsspirale der Weltwirtschaft verhindert". Wenn es darauf ankomme, seien die G20 handlungsfähig und durchschlagskräftig.

+++ 15.38 Uhr: Kannibalismus-Verdacht in Berlin: Werkzeuge und Blutspuren gefunden +++

Bei dem möglichen Fall von Kannibalismus in Berlin geht die Staatsanwaltschaft von einem Sexualmord aus niederen Beweggründen aus. Es gehe um den Verdacht einer Tat zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, sagte Behördensprecher Martin Steltner in Berlin. Der mutmaßliche Täter, ein 41-Jähriger, habe im Internet zu Kannibalismus recherchiert und sich auch auf einer Dating-Plattformen bewegt, wo er auch zum Opfer Kontakt gehabt habe, so Steltner. In der Wohnung des Verdächtigen seien "einschlägige Werkzeuge" wie etwa Messer und Sägen sowie Blutspuren gefunden worden. Von einem Einverständnis des Opfers gehen die Ermittler nicht aus: Es gebe keine Hinweise auf Einvernehmlichkeit, betonte Steltner.

Das 44-jährige Opfer, ein Monteur im Hochleitungsbau, wurde seit der Nacht zum 6. September vermisst. Später wurden Knochen gefunden. Der Vermisstenfall habe dann diese tragische Wendung genommen, sagte Steltner. Auf die Spur des Verdächtigen, eines Deutschen, der Lehrer sein soll, seien die Ermittler unter anderem durch den Hinweis eines Taxifahrers gekommen. Dieser habe Angaben zum letzten Zielort des Vermissten machen können. Letztlich hätten Mantrailer-Hunde von zwei verschiedenen Orten aus zur Wohnung des Tatverdächtigen geführt.

+++ 15.34 Uhr: Neun Jahre Haft für Lastwagen-Unfallfahrt in Limburg +++

Wegen eines absichtlich verursachten Lastwagen-Unfalls mit 18 Verletzten hat das Limburger Landgericht einen 33-Jährigen zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Tat sei als versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung zu werten, sagte der Vorsitzende Richter. Der Staatsanwalt hatte wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung eine Strafe von sechs Jahren und zehn Monaten gefordert, der Verteidiger plädierte auf zwei Jahre wegen Körperverletzung. Bei der Tat im Oktober 2019 war der Syrer mit dem gekaperten Lastwagen an einer roten Ampel in stehende Autos gefahren und hatte 18 Menschen verletzt.

+++ 14.50 Uhr: Geflügelpest erreicht Bayern – mehrere infizierte Wildenten +++

Die Geflügelpest hat auch Bayern erreicht. Bei mehreren Wildenten im Landkreis Passau wurde die Krankheit nachgewiesen. Es sind die ersten bestätigten Fälle der Tierseuche diesen Herbst in Bayern, wie das Umweltministerium am Freitag in München mitteilte. Die Enten seien im Rahmen des bayerischen Wildtiermonitorings untersucht worden. Geflügelhalter werden angehalten, ihre Tiere vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen. Im Landkreis Rottal-Inn und in großen Teilen des Landkreises Passau gelte Stallpflicht für Geflügel, hieß es aus dem Ministerium.

+++ 14.43 Uhr: Verwaltungsgericht bestätigt Masken-Pflicht im Bundestag +++

Die Verpflichtung zum Tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung im Deutschen Bundestag ist nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin rechtmäßig. Das gab das Gericht bekannt. Damit lehnte die zweite Kammer einen Eilantrag von neun Mitarbeiter der AfD-Fraktion ab. Die Anordnung des Bundestagspräsidenten sei bei summarischer Prüfung nicht zu beanstanden, hieß es. Der Präsident des Bundestages übe das Hausrecht aus. Daraus ergibt sich laut Gericht die Befugnis für den Erlass hausrechtlicher Maßnahmen, "ohne dass es eines konkretisierenden Gesetzes bedürfe". Die Maßnahme diene dem Ziel, den von der Pandemielage ausgehenden Gefahren für die Funktionsfähigkeit des Bundestages zu begegnen.

+++ 14.16 Uhr: Russischer Jäger hält Mann für Wildschwein und erschießt ihn +++

Ein Jäger in Russland hat einen Mann versehentlich erschossen, weil er ihn für ein Wildschwein gehalten hat. Der 43-jährige Polizist sei an seinem freien Tag zum Jagen im Wald gewesen, teilte das Innenministerium der autonomen Republik Mari El mit. Er habe Rascheln im Gebüsch und Bewegungen wahrgenommen und dann geschossen, hieß es weiter. Medien berichten, er habe den ebenfalls jagenden, 48 Jahre alten Geschäftsmann für ein Wildschwein gehalten.

"Waaas!?!": Fassungslose Jäger erlegen Rekord-Python in Florida

Als er dann zu seiner vermeintlichen Beute lief, fand er dem Ministerium zufolge den Mann mit Schusswunde am Hals am Boden liegen. Er wählte demnach direkt den Notruf und leistete Erste Hilfe. Dennoch starb der Schwerverletzte noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte. Das Unglück ereignete sich laut Mitteilung bereits am Dienstag. Die Ermittlungen zu dem Fall laufen.

+++ 13.58 Uhr: Stichwaffen-Angriff in Oberhausen: Verdächtiger soll vor Haftrichter +++

Nach dem lebensgefährlichen Angriff mit einer Stichwaffe auf drei Frauen und ein Kind (11) in Oberhausen soll der Tatverdächtige noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Ermittelt werde wegen versuchten Mordes, teilte die Polizei Essen mit. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 36 Jahre alten Mann mit polnischer Staatsangehörigkeit.

Die Polizei vermutet, dass der Attacke am Donnerstagabend ein Familienstreit zu Grunde liegt. Mehrere Anrufer hätten von einem lautstarken, handgreiflichen Streit zwischen einem Mann und einer Frau berichtet. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich dabei um den Tatverdächtigen und seine 38 Jahre alte Lebensgefährtin handelte. Während die beiden nur leichte Verletzungen davontrugen, wurden die elfjährige Tochter der Frau sowie zwei Nachbarinnen (72 und 47 Jahre alt) lebensgefährlich verletzt. Die beiden Nachbarinnen hatten laut Staatsanwaltschaft eingreifen wollen. Die genauen Hintergründe der Tat seien noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin. Eine Mordkommission habe die Ermittlungen aufgenommen.

+++ 13.20 Uhr: Kunstwerke nach Attacken in Berliner Museen weitgehend restauriert +++

Nach den spektakulären Anschlägen auf Kunstwerke in Museen der berühmten Berliner Museumsinsel ist der überwiegende Teil der betroffenen Objekte wieder hergestellt. Auf den meisten der gut 60 Kunstwerke konnten die Spuren der öligen Flüssigkeit restlos beseitigt werden, wie ein Sprecher der Staatlichen Museen in Berlin sagte. Einige der Objekte seien bereits wieder als Leihgaben auf dem Weg nach Japan.

Mehr Probleme haben die Restauratoren nach den Angaben mit einigen Kunstwerken im Neuen Museum. Hier wird getestet, wie die Flüssigkeit restlos entfernt werden kann. Unter den Objekten im Neuen Museum waren etwa die Sarkophagwanne des Nehi (18. Dynastie, um 1390-1330 v. Chr) und der Sarkophag des Propheten Ahmose (332-330 v. Chr.), auf denen deutlich Spritzer der Flüssigkeit zu erkennen waren.

+++ 12.53 Uhr: Biontech und Pfizer beantragen US-Zulassung für Corona-Impfstoff +++

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das teilten Biontech und Pfizer in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Schon zuvor hatten die Unternehmen bekannt gegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete.

+++ 12.15 Uhr: Russe wegen Spionage zu 13 Jahren Straflager verurteilt +++

Weil er für die USA geheime Informationen über den russischen Rüstungskomplex gesammelt hat, hat ein Gericht einen Mann zu 13 Jahren Straflager verurteilt. Der Mann gab nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes FSB vor dem Gericht in der russischen Stadt Brjansk rund 380 Kilometer südwestlich von Moskau zu, in den Jahren 2015 bis 2017 gezielt Informationen über die Ausrüstung der russischen Nordflotte für den US-Geheimdienst CIA gesammelt zu haben. Er sei damals für die Bedienung funkelektronischer Systeme zuständig gewesen.

Anfang 2019 habe er Kontakt zur CIA aufgenommen, teilte der FSB am Freitag mit. Im Juli vorigen Jahres sei er dann bei der versuchten Übergabe der als Staatsgeheimnis eingestuften Informationen festgenommen worden. Das Urteil des Gerichts in Brjansk sei am 17. November ergangen, hieß es.

+++ 11.28 Uhr: Mailand will Rauchen im öffentlichen Raum verbieten +++

Raucher müssen in der italienischen Metropole Mailand ab dem kommenden Jahr mit starken Einschränkungen rechnen. Vom ersten Januar 2021 an dürfen sie an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, in Parks, auf Friedhöfen und in Sporteinrichtungen wie Stadien nur noch in einem Abstand von zehn Metern zu anderen Menschen qualmen, wie die Kommune mitteilte. Ausnahmen gelten demnach für geschlossene Räume. 

Damit will die norditalienische Stadt mit rund 1,4 Millionen Einwohnern die Raucher auf das vorbereiten, was aber dem Jahr 2025 geplant sei, nämlich ein Rauchverbot im öffentlichen Raum. Der Kommune zufolge helfen die Verbote, um lungenschädigende Feinstaubpartikel (PM10) in der Luft zu reduzieren und die Bürger vor aktivem und passivem Rauchen zu schützen.

+++ 10.49 Uhr: Bremer Pastor wegen Volksverhetzung vor Gericht +++

Vor dem Amtsgericht Bremen hat unter großem Medien- und Öffentlichkeitsinteresse ein Prozess gegen einen evangelischer Pfarrer begonnen, dem wegen seiner Äußerungen über Homosexualität Volksverhetzung vorgeworfen wird. Pastor Olaf Latzel soll bei einem Eheseminar im Oktober 2019 Homosexuelle pauschal als Verbrecher und Homosexualität als "Degenerationsform der Gesellschaft" bezeichnet haben.

Einzelne Passagen des auch im Internet veröffentlichten Vortrags wertete die Staatsanwaltschaft als volksverhetzend. Für den Prozess sind insgesamt drei Verhandlungstag angesetzt. Die Bremische Evangelische Kirche hatte sich von dem Pfarrer distanziert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet, das aber derzeit ruht. Seine eigene Gemeinde steht dagegen hinter ihm.

+++ 10.18 Uhr: Maskenpflicht im Bundestag gilt auch für Mitarbeiter von AfD-Fraktion +++

Die Maskenpflicht im Bundestag gilt auch für Mitarbeiter der AfD-Fraktion. Die zum 5. Oktober von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) angeordnete Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Parlamentsgebäuden sei rechtens, entschied das Berliner Verwaltungsgericht. Es wies mit der Entscheidung eine Beschwerde von neun Mitarbeitern der AfD-Bundestagsfraktion ab.

+++ 10.25 Uhr: Verband kritisiert gestiegenes Armutsrisiko in Deutschland +++

Der Paritätische Wohlfahrtsverband befürchtet eine Verschärfung von Armut und sozialer Ungleichheit durch die Coronakrise und fordert eine Anhebung der finanziellen Unterstützungsleistungen für arme Menschen. In seinem "Armutsbericht 2020" verweist der Verband auf die gestiegene Armutsgefährdungsquote in Deutschland. Nach bereits im August veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes stieg diese im vergangenen Jahr auf 15,9 Prozent. Es handele sich um die "größte gemessene Armut seit der Wiedervereinigung", heißt es im Bericht des Paritätischen. 2018 lag die Quote noch bei 15,5 Prozent.

+++ 10.15 Uhr Verdächtiger in Fall Madeleine McCann bleibt nach BGH-Entscheidung im Gefängnis +++

Der Mordverdächtige im Fall Madeleine McCann bleibt noch für längere Zeit im Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf seine Revision gegen ein Ende 2019 ergangenes Urteil wegen der Vergewaltigung einer US-Amerikanerin, wie am Freitag in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Damit kommt der Mann, der derzeit die letzten Wochen einer anderen Haftstrafe verbüßt, nicht in naher Zukunft frei.

Maddie oder Madeleine?

Das Verschwinden von Madeleine McCann geht seit 2007 als "Fall Maddie" um die Welt. Die Eltern des kleinen Mädchens selbst nannten und nennen ihre Tochter allerdings stets beim vollen Namen. Die Abkürzung "Maddie" benutzten zuerst britische Boulevardmedien. Der stern hat sich entschlossen, Madeleine so zu nennen, wie die Eltern es tun. Vor allem dann, wenn es in Texten um das Mädchen im Speziellen geht. Für viele Menschen ist der "Fall Maddie" allerdings ein fester Name geworden, das zeigen nicht zuletzt Google-Statistiken. Bei stern.de wird es in Ausnahmesituationen, vor allem dann wenn es um den Fall, also die gesamte Geschichte geht, in Überschriften oder Textpassagen weiter die Bezeichnung "Fall Maddie" geben.

+++ 10.01 Uhr: Stichwaffen-Angriff in Oberhausen: Auch Kind (11) verletzt +++

Bei dem Angriff mit einer Stichwaffe auf vier Menschen in Oberhausen wurde auch ein 11-jähriges Kind verletzt. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei Essen, die eine Mordkommission eingerichtet hat. Die anderen drei Opfer sollen Frauen sein. Laut Polizei schwebten nach der Tat zunächst mehrere Opfer in Lebensgefahr. Zum aktuellen Gesundheitszustand gab es am Morgen zunächst keine Angaben. 

Nach ersten Ermittlungen gehen die Behörden bei dem Angriff von einem familiären Hintergrund aus. Ein Mann hatte am Donnerstagabend in einem Mehrfamilienhaus die vier Menschen mit einer Stichwaffe verletzt. (siehe auch Meldung von 0.08 Uhr)

+++ 9.09 Uhr: Berliner Polizeipräsidentin warnt vor zunehmender Brutalität auf Corona-Demos +++

Die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat vor einer zunehmenden Brutalität der Corona-Demonstranten gewarnt. Man habe "zunehmend mit einem Spektrum von Menschen zu tun, die unser System generell ablehnen und bereit sind, dafür extreme Gewalt anzuwenden", sagte Slowik dem "Tagesspiegel" vom Freitag.

Mit Blick auf die eskalierte Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor in Berlin sagte die Polizeipräsidentin: "Das Potenzial und die Brutalität der Gewalt am Mittwoch waren immens." Die auf Kommunikation ausgerichtete Strategie der Polizei trage bei den Corona-Demonstranten nicht. "Wir haben die Besonderheit, dass tausende Menschen gleichzeitig die Regeln verletzen."

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) kündigte eine harte Linie gegen Corona-Demonstranten an. Auch bei Kundgebungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen müssten sich alle an die Auflagen halten. "Wir werden uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen von denjenigen, die diesen Staat vorführen wollen", sagte er der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

+++ 8.42 Uhr: "FAZ": Gesetzliche Kassen im dritten Quartal mit drei Milliarden Euro Minus +++

Die gesetzliche Krankenversicherung schreibt einem Medienbericht zufolge ein großes Minus. Im dritten Quartal betrug das Defizit mehr als drei Milliarden Euro, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Kassenverbände berichtete. Mit minus 1,4 Milliarden Euro hätten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) am schlechtesten abgeschnitten, gefolgt von den Ersatzkassen mit minus 1,2 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr erzielten die Kassen dem Bericht zufolge noch einen Überschuss von fast 1,3 Milliarden Euro. Die Versicherungen begründeten das damit, dass während des ersten Lockdowns in der Corona-Pandemie teure Operationen verschoben worden seien und weniger Patienten von sich aus medizinische Einrichtungen aufgesucht hätten. Nach dem Ende des ersten Lockdowns habe es eine Normalisierung bei Behandlungen und Operationen sowie Nachholeffekte gegeben, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, der Zeitung. Noch seien die längerfristigen Kosteneffekte der Pandemie ungewiss. "Klar ist aber, dass wir in diesem Jahr mit einem Minus abschließen werden und dass das dicke Ende für die gesetzliche Krankenversicherung erst noch kommt", warnte Litsch.

+++ 6.14 Uhr: 13 Ermittlungsverfahren in Deutschland wegen Verbrechen in NS-Konzentrationslagern +++

Bei Staatsanwaltschaften in Deutschland sind derzeit 13 Ermittlungsverfahren wegen Verbrechen in NS-Konzentrationslagern anhängig. Zwölf der Ermittlungen richten sich laut einem Bericht der Zeitungen der Funke-Mediengruppe gegen Angehörige der Wachmannschaft des jeweiligen Konzentrationslagers. Alle Ermittlungen gehen demnach auf Vorermittlungen der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg zurück. 

An diesem Freitag jährt sich der Beginn des Nürnberger Prozesses zum 75. Mal. Im ersten internationalen Strafverfahren der Geschichte mussten sich 21 ranghohe Vertreter des NS-Regimes wegen der Vorbereitung eines Angriffskriegs sowie Kriegs- und Menschheitsverbrechen verantworten.

+++ 5.45 Uhr: Lastwagen fährt in Trauergesellschaft: neun Tote in China  +++

Nach der Kollision eines Lastwagens mit einer Trauergesellschaft sind in China neun Menschen ums Leben gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, ereignete sich der Vorfall auf einer nationalen Schnellstraße in der Gemeinde Huaibin (Provinz Henan). Vier weitere Personen wurden demnach verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Zunächst gab es keine Details dazu, wie es zu dem Unfall gekommen war. Das Ministerium für Öffentliche Sicherheit entsandte ein Team, um das Unglück zu untersuchen. 

+++ 3.51 Uhr: "Tim und Struppi"-Zeichnung für 145.500 Euro versteigert +++

Eine Originalzeichnung der Comic-Helden "Tim und Struppi" hat bei einer Versteigerung in Paris mehr als 145.000 Euro erzielt. Die Zeichnung von Hergé, die Tim und Struppi gemeinsam mit Kapitän Haddock im Weltall zeigt, sei für 145.500 Euro unter den Hammer gekommen, teilte das Auktionshaus Daniel Maghen mit. Die Schwarz-Weiß-Zeichnung des berühmten belgischen Comic-Künstlers stammt aus dem Jahr 1952

+++ 3.33 Uhr: Nach Hurrikan "Iota": Inzwischen 49 Tote in Lateinamerika +++

Nach dem Durchzug des schweren Sturms "Iota" ist die Zahl der dabei ums Leben gekommenen Menschen in Mittelamerika und Kolumbien auf 49 gestiegen. In Nicaragua wurden nach Angaben der Behörden 21 Todesopfer gezählt, im Nachbarland Honduras waren es 16. Zwölf weitere Opfer wurden in Guatemala, Panama, Kolumbien und El Salvador gezählt. Am Donnerstag, nachdem sich der einstige Hurrikan bereits aufgelöst hatte, blieb die Lage gefährlich: In Honduras wurden wegen hoher Flusspegel noch immer Gebiete evakuiert.

+++ 3.19 Uhr: Mexiko steht als drittes Land vor der Legalisierung von Cannabis +++

Mexikos Senat hat der Freigabe von Cannabis für den Freizeitkonsum zugestimmt. Das Oberhaus des Parlaments verabschiedete am Donnerstag einen Gesetzentwurf zur Regulierung des Konsums von und Handels mit Marihuana mit 82 zu 18 Stimmen, bei sieben Enthaltungen. Es fehlt nun noch die Zustimmung des Unterhauses, der Abgeordnetenkammer.

Mexiko wäre nach Uruguay und Kanada der dritte Staat, und mit knapp 130 Millionen Einwohnern der mit Abstand bevölkerungsreichste, der den Freizeitkonsum der pflanzlichen Droge landesweit zulässt. Das Gesetz würde Erwachsenen unter anderem den Besitz von bis zu 28 Gramm Marihuana, dessen Kauf in zugelassenen Geschäften und das Züchten von bis zu vier Cannabispflanzen für den eigenen Konsum erlauben.

+++ 3.04 Uhr: Schäuble lässt nach Störungen rechtliche Konsequenzen prüfen +++

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) erwägt nach den Störungen durch Besucher am Rande der Debatte über das Infektionsschutzgesetz juristische Schritte gegen die Beteiligten. Er habe die Verwaltung gebeten, "alle rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen, gegen die Täter und diejenigen vorzugehen, die ihnen Zugang zu den Liegenschaften des Bundestages verschafft haben", heißt es in einem Schreiben Schäubles an alle Abgeordneten. Es liegt der Nachrichtenagentur DPA in Berlin vor.

Während der Bundestagsdebatte waren am Mittwoch auf den Fluren des Reichstagsgebäudes Abgeordnete von Besuchern bedrängt, belästigt, gefilmt und beleidigt worden. 

+++ 2.04 Uhr: Biden-Sieg in Georgia nach Neuauszählung der Stimmen bestätigt +++

Nach der Neuauszählung der bei der US-Präsidentschaftswahl abgegebenen Stimmen in Georgia haben die Behörden des Bundesstaats den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bestätigt. Die Neuauszählung der Stimmen per Hand habe ergeben, "dass die ursprüngliche maschinelle Stimmauszählung den Gewinner der Wahl korrekt wiedergegeben hat", hieß es auf der Website des Wahlleiters von Georgia. Die Behörden hatten die Neuauszählung wegen des extrem knappen Wahlausgangs beschlossen.

+++ 1.05 Uhr: Hilfsorganisation: Fast jedes fünfte Kind lebt in Konfliktgebiet +++

Weltweit wächst laut einem Bericht fast jedes fünfte Kind in unmittelbarer Nähe eines bewaffneten Konflikts auf. 426 Millionen unter 18-Jährige lebten demnach 2019 in Konfliktgebieten, wie die Hilfsorganisation Save the Children mitteilte. "Hinter den nackten Zahlen verbergen sich schreckliche Kinderschicksale", wird Susanna Krüger zitiert, Vorstandsvorsitzende der Hilfsorganisation in Deutschland.

Dem Bericht zufolge wurden seit 2010 durchschnittlich 25 Kinder pro Tag verstümmelt oder getötet. Zu den gefährlichsten Ländern für Kinder gehörten 2019 demnach Afghanistan, der Irak und Syrien aber auch afrikanische Staaten wie der Kongo, Mali oder Nigeria.

+++ 0.08 Uhr: Angreifer mit Stichwaffe – Behörden vermuten familiären Hintergrund +++

Ein Mann hat im nordrhein-westfälischen Oberhausen am Abend mehrere Menschen mit einer Stichwaffe angegriffen. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, sind bei dem Vorfall vier Menschen verletzt worden. Sie werden den Angaben zufolge in Krankenhäusern zum Teil intensivmedizinisch betreut. Mindestens eine Person schwebe in Lebensgefahr.  Der mutmaßliche Täter sei festgenommen und ebenfalls verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Behörden gehen von einem familiären Hintergrund aus. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund und weitere Täter gebe es nicht, sagte der Polizeisprecher.

+++ 0.04 Uhr: Biden nennt Trumps Verhalten "völlig unverantwortlich" +++

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat die Blockadehaltung von Amtsinhaber Donald Trump als "völlig unverantwortlich" bezeichnet. Seine Weigerung, das Ergebnis der Wahl vom 3. November anzuerkennen, schade dem Ansehen der Demokratie, sagte Biden in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Mit Blick auf Trumps verschiedene Bemühungen, das Wahlergebnis zu untergraben, sagte Biden, dieser werde als der "unverantwortlichste Präsident" Amerikas in die Geschichtsbücher eingehen. 

Biden war am 7. November von führenden US-Medien zum Sieger der Wahl erklärt worden. Trump weigert sich allerdings, seine Niederlage einzugestehen. Er spricht von Wahlbetrug, legt dafür aber keine stichhaltigen Beweise vor.

wue DPA AFP

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