Fried – Die Politik-Kolumne Die Merzel-CDU. Der neue Chef der Christdemokraten verändert in der Partei vor allem eines: sich selbst

CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz
CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz besuchen das Kernkraftwerk Isar 2 
© Stern Montage / Foto: Boris Schumacher/picture alliance
Als Friedrich Merz Parteichef wurde, war viel die Rede davon, dass die CDU nun ganz anders werde: Mehr Merz, weniger Merkel. Bisher scheint er jedoch auf die Mitte fixiert – mit der Merkel vier Wahlen gewonnen hat.

Am 18. September 2017 hätte ich einiges dafür gegeben, Gedanken lesen zu können. Da veranstaltete die CDU Baden-Württemberg einen Empfang aus Anlass von Wolfgang Schäubles 75. Geburtstag. Angela Merkel war gekommen und traf vor Beginn der Veranstaltung zum ersten Mal seit langer Zeit auf Friedrich Merz. 2002 hatte sie ihn vom Vorsitz der Unionsfraktion verdrängt und war später Kanzlerin geworden.

Die Szene ließ mich zurückdenken an eine Begegnung mit dem Nebenbuhler um meine erste Freundin vor vielen Jahren. Wir trafen uns zufällig nach der theoretischen Führerscheinprüfung. Er hatte bestanden, ich war durchgefallen. Also ganz ähnlich wie bei Merkel und Merz 2002.


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