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Prozess gegen Nadja Benaissa No Angels bleiben Zeugen-Aussagen erspart


Den No Angels bleibt ein Auftritt vor Gericht erspart. Die Pop-Damen müssen im Darmstädter Prozess nicht gegen ihre Band-Kollegin Nadja Benaissa aussagen. Dadurch könnte das Urteil gegen die 28-Jährige schneller kommen als erwartet.

Im Prozess gegen die No-Angels-Sängerin Nadja Benaissa (28) ist ein Ende in Sicht: Die Plädoyers werden schon an diesem Mittwoch (25. August) erwartet. Unklar ist, ob am selben Tag auch das Urteil gesprochen wird. Zunächst werde der Psychologe der Sängerin befragt, danach ein medizinisches Gutachten vorgelegt, teilte das Jugendschöffengericht am Montag in Darmstadt mit. Die Kammer hatte zuvor auf Aussagen der anderen Sängerinnen der Popgruppe verzichtet.

Benaissa soll trotz einer ihr bekannten HIV-Infektion ungeschützten Sex gehabt und einen Mann mit dem Aids-Virus angesteckt haben. Ob er das Virus tatsächlich von der Sängerin hat, soll das Gutachten klären.

Nadja Benaissa hatte zu Prozessbeginn vergangene Woche eingeräumt, mit verschiedenen Männern ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben, obwohl sie seit 1999 wusste, mit dem HI-Virus infiziert zu sein. Zunächst waren für den Prozess auch die anderen Mitglieder der Casting-Popgruppe - Sandy Mölling, Jessica Wahls und Lucy Diakovska - als Zeugen geladen worden. Nach dem früheren Zeitplan wurden die drei No-Angels-Sängerinnen für diesen Donnerstag (26.) erwartet. Dieser fünfte Termin war bisher auch als letzter Prozesstag vorgesehen.

Benaissa soll zwischen 2000 und 2004 in fünf Fällen Sex ohne Kondom mit drei Männern gehabt haben. Einen der Männer soll sie angesteckt haben. Die Sängerin steht vor einem Jugendschöffengericht, da sie beim ältesten Tatvorwurf aus dem Jahr 2000 erst 17 Jahre alt war. Zu Prozessbeginn hatte sie sich entschuldigt und erklärt, ihren Lebenswandel als Jugendliche nicht unter Kontrolle gehabt zu haben.

Sonja Jordans, DPA DPA

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