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Ex-Popstar: Was macht eigentlich die ehemalige No-Angels-Sängerin Sandy Mölling?

Die Sängerin wurde 2000 mit der Girlgroup No Angels bekannt. Deren größter Hit: "Daylight In Your Eyes". Der stern sprach mit Mölling.


Die No Angels mit Sandy Mölling gab es seit 2000. Was macht sie heute?

Sandy Mölling, 38, in einem Park in Magdeburg

Frau Mölling, vor fünf Jahren lösten sich die "No Angels" endgültig auf, und Sie zogen kurz darauf nach Los Angeles. Wie sieht Ihr Leben dort aus?

Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich dort zu Hause gefühlt habe. Ich hänge an Deutschland und vermisse die Gradlinigkeit, die die Menschen hierzulande auszeichnet. Aber inzwischen liebe ich mein neues Leben in Los Angeles. Ich genieße es, keine Fernbeziehung mehr mit meinem Mann führen zu müssen, der als Musiker in den USA arbeitet.

Wie oft kommen Sie noch nach Deutschland?

So oft es eben geht. Dieses Jahr habe ich im Sommer ein paar Wochen Station in Magdeburg gemacht, wo ich beim Musical "Chicago" gespielt habe. Und jetzt übernehme ich die Hauptrolle der Johanna im Musical "Die Päpstin" in Stuttgart. Das freut mich total. Endlich kann ich wieder mehr Zeit mit meiner Mutter und meinen vier Geschwistern verbringen. Meine Söhne begleiten mich die ganze Zeit. Mein jüngster Sohn Noah besucht auch einen deutschen Kindergarten. Er versteht und spricht jetzt auch viel besser Deutsch. Nun hat er die Chance, die Sprache seiner Mutter richtig zu lernen.

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Bei einem TV-Casting im Jahr 2000 wurden Sie aus 4500 Mädchen für die Girlgroup "No Angels" ausgewählt. Wie erinnern Sie sich daran?

Das war eine unglaublich intensive Zeit. Jess, Lucy, Vanessa, Nadja und ich waren eine eingeschworene Gang. Es gab ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl unter uns. Aber unser Aufstieg passierte einfach unglaublich schnell, so dass wir gar nicht merkten, wie überfordert wir schon nach zwei, drei Jahren waren. Wir hätten früher die Notbremse ziehen müssen. Stattdessen fühlten wir uns unseren Fans gegenüber verpflichtet, immer mehr zu geben. Das ging dann so weit, dass Vanessa mal während eines Interviews vor Erschöpfung einschlief.

Nach Ihrer ersten Auflösung gab es 2007 eine Wiedervereinigung der "No Angels" . Überschattet wurde das Comeback von Schlagzeilen über die HIV-Infektion Ihrer Band-Kollegin Nadja Benaissa. Sie musste sich 2010 vor Gericht verantworten, weil sie ungeschützten Sex mit mehreren Männern hatte, ohne diese auf ihre Erkrankung hinzuweisen?

Nadja hat Dinge getan, die nicht in Ordnung waren. Dessen ist sie sich bewusst und hat dafür die Verantwortung übernommen. Wir waren fest entschlossen, diese Welle an negativer Berichterstattung gemeinsam durchzustehen. Es gab eine richtige Hetze, alles war überdeckt von dieser Geschichte. Niemand sprach mehr über unsere Musik. Das fand ich sehr schade und auch unfair.

Haben Sie heute noch Kontakt miteinander?

Jess steht mir am nächsten, aber auch Nadja habe ich kürzlich in Magdeburg wiedergetroffen. Sie singt in einem Gospelchor und arbeitet als Backgroundsängerin. Zu Lucy habe ich gelegentlich, zu Vanessa keinen Kontakt mehr.

Halten Sie eine erneute Wiedervereinigung der "No Angels" für möglich?

Nein. Das Kapitel ist abgeschlossen. Obwohl … vielleicht mal für einen Auftritt, für einen besonderen Anlass. Das will ich nicht kategorisch ausschließen. Aber wir können nicht so tun, als wären wir wieder 19 Jahre alt und könnten noch mal von vorn anfangen.

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