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Prozess wegen Körperverletzung: Gericht spricht Amy Winehouse frei

Die britische Soul-Sängerin Amy Winehouse ist vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen worden. Ihr war vorgeworfen worden, einen Fan geschlagen zu haben, als der um ein Foto bat. Der Freispruch kam bei ihr offenbar nicht sofort an - sie blieb verwirrt auf der Anklagebank sitzen.

Freispruch für Amy Winehouse: Ein Londoner Gericht hat die skandalumwitterte Sängerin am Freitag in einem Prozess um Körperverletzung für unschuldig befunden. Winehouse war vorgeworfen worden, einen weiblichen Fan ins Gesicht geschlagen zu haben, der sie um ein Foto gebeten hatte. Winehouse hatte bestritten, die Frau absichtlich verletzt zu haben. Nach ihrer Darstellung hatte sie sich mit ihrem Arm von dem aufdringlichen betrunkenen Fan befreien wollen. Die Befragung mehrerer Augenzeugen hatte am Vortag kein einheitliches Bild des Vorfalls geliefert.

Laut Anklage war Winehouse von der Tänzerin Sherene Flash bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung im vergangenen September hinter der Bühne höflich um ein Foto gebeten worden. Als der Fan einen Freund mit auf das Bild holen wollte, schlug Winehouse nach Aussagen der Tänzerin ihr mit der Faust auf das rechte Auge. Dem hatte Winehouse im Zeugenstand widersprochen - sie habe sich von der wesentlich größeren Frau eingeschüchtert gefühlt. Als diese auch noch ungebeten ihren Arm um die Sängerin legte, habe sie sie mit dem Arm weggestoßen.

"Nachdem ich die Aussagen aller Zeugen gehört habe, kann ich nicht sicher sein, dass es sich nicht um einen Unfall handelte", begründete der Vorsitzende Richter seinen Freispruch. Zum Prozesstermin am Freitag erschien die 25-jährige Sängerin im schicken grauen Kostüm mit makelloser weißer Bluse. Nach dem Freispruch schien sie zunächst verwirrt und blieb auf der Anklagebank sitzen, bis ihr Anwalt ihr offenbar den Urteilsspruch erklärte. "Ich bin erleichtert. Ich gehe nach Hause", sagte sie beim Verlassen des Gerichtsgebäudes.

DPA/AFP / DPA
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